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Pressemitteilung, 29. 9. 06

Grüne rufen auf: „Atomausstieg selber machen!“                      

Der Grüne Kreisverband unterstützt die bundesweite Kampagne „Atomausstieg selber machen!“, den neun Umweltverbände gestartet haben. Darunter sind beispielsweise der BUND und der NABU. Die Verbraucher werden aufgerufen, ihren Stromanbieter zu wechseln. „Weg von Atomstromanbietern – hin zu sauberem und umweltfreundlichem Strom heißt die Devise“, so die Grüne Kreisvorsitzende Christine Denz. Die Elektrizitätswerke in Schönau (EWS), Greenpeace Energy und Naturstrom vertreiben nachgewiesenermaßen und zertifiziert Ökostrom, fördern damit auf praktische Weise den Atomausstieg und die Energiewende und den boomenden Wirtschaftszweig der Erneuerbaren Energien. „Der Stromwechsel ist einfach – und jede/r hat dazu das Recht“, betonte ihre Kollegin Kreisvorsitzende Christine Böhm aus Walldürn. Man müsse sich nicht abmelden, man müsse sich nur bei dem neuen Anbieter anmelden und die aktuelle Stromrechnung beilegen. Alles andere regelt der neue Energieversorger.

Die Wechsel-Kampagne ist auch eine mögliche Form des Protestes gegen den Antrag von RWE, das Atomkraftwerk Biblis länger als im Atomkonsensvertrag festgelegt laufen zu lassen. „Das ist ein beispielloser Wortbruch, den jedoch viele Politiker unterstützen. So der hessische Umweltminister Dietzel und der hessische Ministerpräsident Koch“, waren sich die Kreisvorstandsmitglieder einig. Nachdem Obrigheim abgeschaltet ist, ist Biblis A das älteste Atomkraftwerk der Republik – und mit 727 meldepflichtigen Störfällen jenes, das damit die Sicherheit der Bevölkerung am stärksten gefährdet. Eine Kurzumfrage ergab, dass alle Grünen im Kreisvorstand längst zu einem alternativen Stromanbieter gewechselt sind, mit guten Erfahrungen. Auskünfte erteilen gern die Kreisvorsitzenden unter Tel. 06261/35154 und 06282/8659. Der Kern der neuen Kampagne läuft über das Internet. Unter www.atomausstieg-selber-machen.de kann man sich über die Möglichkeiten und Hintergründe informieren.