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Rhein-Neckar-Zeitung, 27. Februar 2007
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Schummelpackung Atomkraft gegen Klimawandel
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Leserbrief von Markus Schwab, Elztal
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Schon putzig wie die Atomlobby jede Gelegenheit nutzt, ihren abgelaufenen Senf dazuzugeben. Man darf aber nicht müde werden, dem immer wieder mit Fakten entgegenzutreten.
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Herr Schneeweiß, KWO-Un-Ruheständler, will etwas gegen den Klimawandel tun. Doch zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes kann eine längere Nutzung der Atomkraft nur unerheblich beitragen. Denn ihr weltweiter Anteil an der Gesamtenergieproduktion liegt gerade mal bei 2%. Global verteilt auf 6 Milliarden Menschen ist die Planung von 220 neuen (inklusive alte ersetzende) AKWs nur ein Tropfen auf den heißer werdenden Globus. Das ändert nichts an den 2% und der Tatsache, dass die Atomkraft die Welt nicht retten kann.
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Ein perverser Gedanke übrigens. Denn die Gefahren der Atomkraft durch Uranförderung, Reaktorunfälle, Anschläge und vor allem durch Millionen Tonnen gefährlichsten Mülls sind nicht weniger beunruhigend als der Klimawandel. Atomare Strahlung zerstört jede Form des Lebens, die zusätzliche Wärmestrahlung verschiebt „nur“ die Vegetationszonen.
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Selbst wenn die deutschen AKWs einigermaßen sicher wären, schon in Schweden sind sie es nicht. Und dem Iran weht der Wind ins Gesicht, wenn er sich um das Klima sorgt und selbstlos vom eigenen Öl aufs Atom umsatteln will. Aber im Ernst. Rechnerisch nötig wären mehrere tausend neue AKWs weltweit, nicht nur in sicheren Ländern (sind die USA sicher? New York war es nicht), um auf diesem Wege das Klima zu schützen. Die Temperatur würde wohl weniger steigen, mir aber wird bei dem Gedanken ganz heiß.
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Aber keine Sorge. Bei diesem Szenario wäre das vorhandene Uran nach wenigen Jahren aufgebraucht. Bei derzeitigem Stand hält es auch nur noch etwa 50 Jahre.
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