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Mai 2008
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„Aktionsbündnis Atommüll-Lager Obrigheim“ formiert sich
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Einwendungen werden gesammelt - Infostände in Eberbach und Mosbach im Juni
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In Obrigheim soll ein neues Atommüll-Lager, genannt „Zwischenlager“, gebaut werden. Die Wortwahl ist geschickt, verheißt der Name doch einen vorübergehenden Zustand, dessen Ende aber in der Realität nicht abzusehen ist, da immer noch kein bundesdeutsches Endlager in Sicht ist. Ein Grund mehr für die Bürgerinitiative und Klägergemeinschaft „Atomkraftwerk Obrigheim abschalten!“ sich weiterhin für die Verminderung des atomaren Risikopotenzials einzusetzen. In diesen Tagen hat sich das „Aktionsbündnis Atommüll-Lager Obrigheim. Strahlendes Erbe – mit Sicherheit?“ gegründet. Mitglieder des Aktionsbündnisses sind außer der BI/Klägergemeinschaft der BUND NOK, der Landesnaturschutzverband LNV und die Kreisverbände von Bündnis 90/Die Grünen Neckar-Odenwald-Kreis und Odenwald-Kraichgau. Ansprechpartnerinnen für den Neckar-Odenwald-Kreis sind Gertrud Patan, Schefflenz, und Christine Denz, Mosbach.
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Als ersten Erfolg für eine Risikominderung verbuchen die hartnäckig am Ball Bleibenden, dass die ursprünglich geplanten Betonumhüllungen für die Atommüllbehälter wegen mangelnder Sicherheit aufgegeben wurden. Die geäußerten Bedenken werden von der Genehmigungsbehörde, dem Bundesamt für Strahlenschutz BfS, geteilt. Jetzt hat die EnKK, eine Tochter der EnBW, eine Stahlbetonhalle, wie sie bei anderen Atommülllagern üblich ist, beantragt. Der strahlende Müll soll in CASTOR-Behältern in dieser Halle neben dem Reaktor aufgestellt werden. Derzeit liegen die Unterlagen im Obrigheimer Rathaus während dessen Öffnungszeiten zur Einsicht bis zum 4. Juli für jedermann aus.
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Die Mitglieder des Aktionsbündnisses prüfen derzeit die Akten. Ihre Absicht ist es, die Bevölkerung zu informieren und Einwendungen zu formulieren. Wichtige Fragen sind beispielsweise die Dichtigkeit und Stabilität der CASTOR-Behälter, die Wärmeentwicklung, die Umweltbelastungen und die möglichen Folgen eines gezielten Flugzeugabsturzes oder eines Terrorangriffs. Für die Einwendungen wird das „Aktionsbündnis Atommüll-Lager Obrigheim“ Unterschriften aus der Bevölkerung sammeln Die spätere Anhörung ist nicht-öffentlich, d.h. zugelassen werden nur BürgerInnen, die jetzt namentlich Einwendungen erhoben haben. S
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Der Betrieb des Lagers in Obrigheim wird für 40 Jahre beantragt. Danach geht der Atommüll nach derzeitiger Gesetzeslage in den Besitz des Staates über – und damit auch die Kosten für seine Entsorgung. Spätestens dann zahlt die Bevölkerung auf unabsehbare Zeit noch einmal. Ein Grund mehr für die energiepolitisch Aktiven des Aktionsbündnisses, weiterhin für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke einzutreten; denn jeder Tag vergrößert die Menge der teuer zu bewachenden „strahlenden Zukunft“. Machbare klimafreundliche Alternativen liegen im Energiesparen, in effizienten Techniken und im Ausbau der erneuerbaren Energien.
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Website des Aktionsbündnisses www.atommuell-obrigheim.de
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Pressemitteilung und Termine der Infostände hier klicken
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