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28. Oktober 2006
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Leserbrief zur Stellungnahme von MdL Reinhart „Bahn bleibt der Region erhalten“
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Gemeinsame Freude über Streckenerhalt getrübt
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Die Region atmet auf und freut sich gemeinsam über den Erhalt der Madonnenland- und der Taubertalbahn. Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Dieser Erfolg zeigt, was politisch erreicht werden kann, wenn alle parteiübergreifend am gleichen Strang und in die gleiche Richtung ziehen. Doch freuen sich wirklich alle gemeinsam? Nein, ein einzelner Landtagsabgeordneter kann nicht umhin, selbst hierbei sein eigenes Süppchen zu kochen und anderweitig auszuteilen: „Die Grünen oder der Verkehrsclub Deutschland hatten schon viele Strecken vor dem Aus gesehen und mit ihren öffentlich geäußerten Meinungen bei vielen Menschen Angst verbreitet. Diese Panikmache war völlig unnötig.“ Soweit MdL Reinhart in seiner öffentlichen Stellungnahme.
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Sind wir also alle einem Phantom nachgejagt - Landrat, Landtagsabgeordnete, Bürgermeister, KommunalpolitikerInnen, Bevölkerung? Nein. Richtig ist vielmehr: der Grüne Verkehrsexperte MdL Boris Palmer legte bereits im Sommer seinen Finger in die Wunde und machte als erster öffentlich auf die Stilllegungspläne der Landesregierung und der Bahn aufmerksam. Richtig ist auch, dass die Grünen mit ihrem Landtagsabgeordneten Uli Sckerl und dem Grünen Kreisvorstand Ende September an der Buchener Schüler-Demo teilgenommen und ihren politischen Beitrag gegen die Streckenstilllegung geleistet haben. Falsch ist, dass der erreichte Streckenerhalt alleiniges Verdienst der Landesregierung ist. Diese Aussage kommt einer Ohrfeige für die Initiatoren der Unterschriftensammlung und die mehr als 10.500 engagierten BürgerInnen vor Ort gleich.
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Wie groß die Kröte „Fahrplanausdünnung“ ist, die die Region nun zu schlucken hat, wird aus den erst in den nächsten Tagen folgenden Mitteilungen der Bahn hervorgehen. Die uns ins Haus stehenden Verschlechterungen sind umso bedauerlicher, als das regionale Erfolgsrezept der S-Bahn vielmehr auf der attraktiven Vertaktung und Vernetzung der Anschlüsse beruht und zum Nachmachen anregen sollte. Für den dauerhaften Weiterbestand unserer Madonnenlandbahn gibt es aber auf Dauer nur ein wirkliches Heilmittel: Öfters mal das Auto stehen lassen und Bahn fahren!
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Christine Böhm, Walldürn, und Christine Denz, Mosbach
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Kreisvorsitzende von Bündnis 90/die Grünen NOK
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