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Leserbrief zum Artikel „Bio-Ethanol-Anlage soll nach Obrigheim“ vom 2.9.04

Eingeschränkte Sichtweise

Der Grüne Kreisvorstand begrüßt und unterstützt die Planung einer Bio-Ethanol-Anlage als KWO-Nachfolgeprojekt in Obrigheim. Die im ersten Freudentaumel vom Vorsitzenden des CDU-Arbeitskreises MdL Winfried Scheuermann abgegebene Stellungnahme, hierbei handele es sich um „das erste überzeugende Nachfolgekonzept für Obrigheim, das mir vorgestellt wurde“ zeugt jedoch von einer beträchtlich eingeschränkten Sichtweise bzw. einem erstaunlichen Kurzzeitgedächtnis. Wir helfen diesem aber gerne auf die Sprünge und möchten an dieser Stelle nochmals freundlichst an die von Rezzo Schlauch intensiv und mit viel Engagement betriebenen Verhandlungen mit MVV erinnern, die erst kurz vor Abschluss an dem Rückzug der Mannheimer scheiterten. Auch gab es im Rahmen der KWO-Nachfolge-Diskussion ebenfalls von Rezzo Schlauch und Fritz Kuhn ein Gesprächsangebot im Bundeswirtschaftsministerium an die hiesigen Kommunalpolitiker, das von der Region allerdings ausgeschlagen wurde.

Waren all diese Initiativen für Herrn Scheuermann nur deswegen nicht überzeugend, weil sie „unpassenderweise“ eine grüne Handschrift trugen?

Eine zu schwarz getönte Brille lässt zeitweise wohl doch nur eine eingeschränkte Sicht der Dinge zu. Wir empfehlen, sie abzulegen und das ganze Spektrum betrachten zu können nach dem Motto: erst das Land, dann die Partei.

Christine Denz, Mosbach

Christine Böhm, Walldürn

Kreisvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen NOK