Bündnis 90/Die Grünen

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Presse 2007

 

Leserbrief zu SPD-Antrag: „Den CO2-Ausstoss nicht erhöhen

Den Antrag der SPD-Stadtratsfraktion in Mosbach kann man nur unterstützen: Die städtischen Aktivitäten sollen nicht mehr dazu führen, dass der CO2-Ausstoss erhöht wird. Ich setze hinzu, angesichts der sich beschleunigenden Erderwärmung muss er dann im nächsten Schritt so bald wie möglich gesenkt werden. Das ist keine Frage des technischen Wissens – alle Möglichkeiten sind bekannt. Das ist auch keine Frage des Geldes – über kurz oder lang rechnen sich Investitionen in die Nachhaltigkeit. Ja, es ist eine Frage des politischen Willens und des weitsichtigen Denkens. Das Klima ist ein Riesenproblem für alle Menschen. Alle sollten an einem Strang ziehen. Der Wettstreit sollte nicht nach der politischen Farbe ausgerichtet, sondern hart an der Sache und auf optimale Lösungen hin orientiert sein.

Ein aktuelles Beispiel zur Anwendung ist das Sanierungsgebiet Eisenbahnstraße und die Bleichwiese. Gewerbebetriebe und Wohnhäuser sollen gebaut werden. Statt lauter Einzelheizungen zu installieren, ist ein Nahwärmenetz für beide Gebiete zusammen ökonomisch und ökologisch sinnvoller. Vorbilder und Alternativen gibt es genug. Man kann sie z. B. unter www.solarbuch.de nachlesen. Eine Holzhackschnitzelanlage wird für die Grundlast eingesetzt; der Spitzenbedarf an kalten Tagen wird von einem Gas- oder Ölkessel abgedeckt. Oder. Ein Blockheizkraftwerk produziert vor Ort die Wärme, der Strom geht in das öffentliche Netz. Ich füge an: besteht der Brennstoff aus regionalen speicherbaren erneuerbaren Energiequellen, wird das Geld hier verdient und wieder ausgegeben und nicht mehr bei den Gas-Oligarchen und Ölscheichs.

Christine Denz, Mosbach, 31. 8. 2007