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„Im Adlon wohnen, aber in der Jugendherberge bezahlen“
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Grüner Wirtschaftsexperte referierte über internationalen Steuerwettbewerb
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Seinen „Antrittsbesuch“ im Grünen Kreisverband absolvierte der im letzten Herbst neu in den Bundestag eingezogene grüne Finanz- und Wirtschaftsexperte Dr. Gerhard Schick auf Einladung der Kreisvorsitzenden und Landtagskandidatin Christine Böhm am vergangenen Montagabend, 20. Februar, in Buchen.
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Steuerwettbewerb“ und „Bemessungsgrundlage für Körperschaftssteuer“ lauteten zwei der sperrigen Begriffe mit handfestem wirtschaftlichem Hintergrund, die der Mannheimer Bundestagsabgeordnete in seinem Gast-Referat anschaulich darzustellen wusste. Gemeint war der regelrechte Wettlauf in Richtung Null-Prozent-Besteuerung, den sich die Nationalstaat aktuell im Zuge der Globalisierung liefern. Und dies ganz zur Zufriedenheit derjenigen Unternehmen, die zwar in Deutschland produzierten und das hiesige Fachwissen sowie die hochentwickelte deutsche Infrastruktur nutzten, sich durch die Gründung von Tochterfirmen im steuergünstigen Ausland aber dem deutschen Fiskus weitgehend entzögen. „Sie wohnen im Adlon, bezahlen aber in der Jugendherberge“, kritisierte MdB Gerhard Schick.
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Ziel der Grünen sei die Einführung eines gemeinsamen Unternehmenssteuer-Rechts in Europa. Dies würde nicht nur den dringend benötigten Bürokratieabbau beschleunigen, sondern auch zu einem stärkeren und gerechteren Steueraufkommen zugunsten der öffentlichen Haushalte führen.
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Kompetent auch im Finanzwesen stellte der Grüne Bundestagsabgeordnete seinen jüngsten Antrag im Bundestag zu den in der letzten Zeit ins Gerede gekommenen Offenen Immoblienfonds vor. Als Teil des Grünen Verbraucherschutzes sieht Gerhard Schick die grünen Forderungen nach Erhöhung des Anlegerschutzes und Stärkung der Transparenz auch in diesem Finanzbereich.
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In der sich anschließenden lebhaften Diskussion nahm die Finanzierung von Kinderbetreuung und Bildung wiederum einen breiten Raum ein. Gerhard Schick sah ebenso wie Christine Böhm die Kritik der Grünen am herrschenden Bildungssystem durch die jüngsten Aussagen des UN-Bildungsbeauftragten bestätigt. Beide unterstrichen einmal mehr das dringend notwendige Angebot von Ganztagsschulen mit neuem pädagogischen Konzept.
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