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Pressemitteilung, 7. März 2006

Grüner Wirtschaftsexperte bei Steiff KG

Neue Energien sichern Arbeitsplätze in Hettigenbeuern

 

Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Gerhard Schick besuchte die Firma Steiff KG in Hettigenbeuern im Rahmen seines Buchenaufenthalts vorletzte Woche. Zusammen mit der Landtagskandidatin Christine Böhm sprach der Volkswirt und promovierte Finanzwissenschaftler mit dem Geschäftsführer Uwe Steiff.

Dieser informierte die Gäste über den Betrieb. Trotz schlechter Standortbedingungen in Hettigenbeuern laufe das Unternehmen glänzend mit sehr guter Auslastung und steigender Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren.

Ein Grund ist der Maschinenbau für die Windkraftanlagen-Industrie, der ein gutes Drittel des Geschäfts ausmacht. Mehr als die Hälfte der Produktion wird exportiert, Windräder erfahren einen weltweiten Boom. Beim Binnenmarkt ist Steiff weniger optimistisch, aus Berlin wehe der Wind mehr ins Gesicht als auf die Windräder. Auch die Lobby der vier deutschen Energiemonopolisten übe Druck auf die Politik aus, bestätigte MdB Dr. Schick. Doch gleichzeitig bereiteten sie im Hintergrund die eigene Nutzung der erneuerbaren Energien vor. Steiff sieht hierbei die Gefahr einer Konzentration auf wenige Versorger auch in diesem Bereich.

Noch ist Deutschland Knowhow- und Weltmarktführer, was die Politik nicht verspielen dürfe, mahnte Steiff, der auch selbst Windräder betreibt. Gerade die Offshoretechnik, die Nutzung der Windkraft auf dem Meer, biete ein gewaltiges Potential, ihre Entwicklung müsse unterstützt werden. Stattdessen aber technologiefeindlich an der Atomkraft festzuhalten, wäre ein grober Fehler und würde den Markt sowie Arbeitsplätze anderen Ländern überlassen, ergänzte Böhm.

Den Wunsch nach Abbau von Bürokratie legte Steiff dem grünen Abgeordneten zum Schluss besonders ans Herz. Entgegen aller Versprechen wachse auch durch die neue Regierung die Verwaltungslast immer mehr. So klagte die zuständige Mitarbeiterin über absurde Neuregelungen bei den Meldungen an die Krankenkassen.

Zum Abschluss führte Uwe Steiff die beiden Grünenpolitiker durch den Betrieb und die Produktionshallen.