|
5. Oktober 2006
|
|
Antrag „Energiesparberatung“
|
|
|
|
Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises
|
|
Gabi Metzger, Erna Schmidt, Christine Denz
|
|
|
|
Herrn
|
|
Landrat Dr. Achim Brötel
|
|
74821 Mosbach
|
|
|
|
Antrag: Energiesparberatung: zusätzliche Aufgabe für die WiNO/Wirtschaftsförderungsgesellschaft NOK
|
|
|
|
Sehr geehrter Herr Dr. Brötel,
|
|
unsere Fraktion beantragt ein neues Aufgabengebiet für die WiNO/Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu schaffen:
|
|
die Energiesparberatung
|
|
|
|
Begründung:
|
|
Das aktuelle Thema der Energieeinsparung veranlasst uns, einen Antrag, den wir bereits vor über einem Jahrzehnt gestellt haben, noch einmal in abgeänderter Form zu
|
|
stellen.
|
|
Die WiNO kann durch ihre vielfältigen Kontakte insbesondere auch zu unseren Handwerksbetrieben dieses Themengebiet gut mit hinzunehmen.
|
|
Die Energiesparberatung passt gut in das Konzept unseres Landkreises, die heimischen mittelständischen Betriebe zu fördern und gleichzeitig der Landkreisbevölkerung ein gebündeltes und umfassendes Informationsangebot über Energiesparmaßnahmen zu machen.
|
|
Damit verbunden soll auch eine Öffentlichkeitsarbeit sein, z. B. mit regelmäßiger Zeitungsberichterstattung und Informationsveranstaltungen.
|
|
In der Kürze können wir nicht alle Facetten der Aufgabenvielfalt aufzeigen, wir begründen gerne diesen Antrag noch einmal ausführlich.
|
|
|
|
Ich bitte um Behandlung unseres Antrages im zuständigen Ausschuss.
|
|
Vielen Dank!
|
|
|
|
Mit freundlichen Grüßen
|
|
Für die Fraktion: Gabi Metzger
|
|
|
|
...
|
|
|
|
|
|
Kreistagssitzung 27. März 2006
|
|
|
|
Christine Denz zum Tagesordnungspunkt
|
|
„Positionierung des NOK in der Metropolregion Rhein-Neckar“
|
|
|
|
|
|
In dem Positionspapier des NOK sind die Entwicklungsziele und –aufgaben der Metropolregion Rhein-Neckar grundlegend aufgearbeitet. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf den spezifischen Interessen des NOK und des Ländlichen Raumes.“
|
|
|
|
Position der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen NOK
|
|
Wir stimmen grundsätzlich zu.
|
|
Wir erwarten eine partnerschaftliche faire Teilhabe, d. h. wir sind kein Blinddarm am Rande der Metropolregion.
|
|
Im Gegenteil, wir bringen eigene Stärken ein.
|
|
Als Teil der Metropolregion Rhein-Neckar brauchen wir noch effizientere Verbindungen für die Massenverkehrsmittel, als da sind
|
|
1 die Optimierung der S-Bahn mit den Anschlüssen nach Würzburg, Heidelberg/Mannheim und Heilbronn/Stuttgart
|
|
2 bessere zuverlässige Anschlüsse an das Nah- und Fernverkehrsnetz, wie unter 4.1
|
|
|
|
Als Ländlicher Raum haben wir spezifische Stärken, von denen eine in dem Positionspapier noch nicht genannt worden ist. Auf S. 4 in dem Positionspapier sind als „Exzellenzpotentiale“ für die Metropolregion genannt „Life-Science- und Gesundheitsstandort Nr. 1“, „Führende Innovationsschmiede in Europa“, „Dynamischer Industriestandort der Zukunft“ und „Modernes Leben und Genießen auf Sterne-Niveau“.
|
|
Diesen doch stellenweise ein wenig blumig ausgedrückten Exzellenzpotentialen möchten wir Grüne handfest hinzufügen: „100% Erneuerbare Energien auf der Basis von Energiesparen und Energieeffizienz“. Ohne Energiesparen und Energieeffizienz können wir dieses Ziel nicht erreichen, deshalb muss es mit in den Titel. Die erneuerbaren Energien sind eine Schlüsseltechnologie Sie stehen bei der Bevölkerung hoch im Kurs. Sie sind schon jetzt ein Exportschlager.
|
|
Auf Seite 11 hat der NOK seine Stärken definiert. Als eine dieser Kompetenzen sind bereits mit Z.E.U.S., dem künftigen Biogas-Park und dem künftigen Bioenergiezentrum Obrigheim die regenerativen Energien genannt. Diese möchten wir auch in den Allgemeinen Teil aufgenommen und erweitert wissen auf „100 Erneuerbare Energien auf der Basis von Energiesparen und Energieeffizienz“.
|
|
Meine Damen und Herren, lassen Sie mich dem noch ein weiteres Argument außer „Schlüsseltechnologie“, „gutes Image“ und „Exportschlager“ hinzufügen.
|
|
Dem Ländlichen Raum steht die Fläche zur Verfügung, die eine Energieversorgung der Zukunft braucht. Direkt vor Ort ist auf den Feldern und in den Wäldern der Rohstoff z. B. vom Multitalent Biomasse. Den notwendigen Platz haben die Metropolen und ihr Speckgürtel nicht, aber wir. Früher haben die Landwirte die großen Städte mit Nahrungsmitteln beliefert. In naher Zukunft können und werden – wenn man die Chance rechtzeitig erkennt! - es die hiesigen „Energiewirte“ sein, die regional gewonnene Energie in Form von Strom, Wärme und Biosprit in den Landkreis liefern und in die restliche Metropolregion „exportieren“.
|
|
|
|
Ich bitte Sie, unseren Vorschlägen zuzustimmen.
|
|
Vielen Dank!
|
|
Christine Denz
|
|
|
|
...
|
|
|
|
|
|
Christine Denz
|
|
Stellungnahme für die Grüne Fraktion im Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises
|
|
zum Tagesordnungspunkt
|
|
„Energiesparberatung unter Federführung des Landkreises“
|
|
|
|
Herr Landrat, meine Damen und Herren,
|
|
|
|
heute ist ein politisch glücklicher Tag für uns, der zweite in Folge nach den Grünen Erfolgen bei der Landtagswahl gestern.
|
|
Heute geht es darum, die Energiesparberatung unter der Federführung des Landkreises zu beschließen.
|
|
Die energetische Sanierung und Renovierung des Gebäudebestandes ist angesagt.
|
|
Beteiligt werden sollen die Betriebe vor Ort, die Energieberatungsfirmen, die Stadtwerke, die Banken – also alle, die mit dem Thema zu tun haben.
|
|
Das sichert die Arbeitsplätze vor Ort und schafft dauerhaft neue.
|
|
Es ist gut, dass wir jetzt den nächsten Schritt zu einer modernen Energieversorgung tun.
|
|
Die Heizkosten explodieren in den privaten und kommunalen Haushalten. Es sind 30 % Steigerung und mehr. Man spricht nicht mehr von den Nebenkosten, sondern von der „zweiten Miete“. Die Klimakatastrophen aufgrund der Erderwärmung nehmen zu.
|
|
50% des privaten Endenergieverbrauchs wird für die Heizungen und Warmwasser benötigt – ein riesiges Einspar-Potential! Und viele neue Geschäftsfelder!
|
|
Warum soll das der Landkreis machen? Warum die WiNO, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Neckar-Odenwald-Kreis?
|
|
Es gibt zwei Gründe:
|
|
Einmal ist es uns wichtig, dass neutral, also firmenunabhängig, beraten wird. Viele Handwerks- und andere Betriebe sind ja vertraglich mit bestimmten Zulieferern verbunden und beraten die KundInnen entsprechend. Dem würden Informationen über marktbeste Geräte abhelfen.
|
|
Außerdem ist schon durch viele langjährige Aktivitäten von uns ein positives Klima bei der Bevölkerung im NOK geschaffen worden. Von 1993 bis 1999 führten wir die „Mosbacher Energiespartage“ durch. Die SUN-Projekte erwärmten für die Photovoltaik. Die KlimaMessen in Aglasterhausen und Seckach informierten die EndverbraucherInnen. Dieses alles findet großes Interesse. Aber ein Verein kann das alles für den ganzen Landkreis nicht schaffen.
|
|
Jetzt müssen wir alle Kräfte bündeln!
|
|
Zuerst müssen wir die Barrieren in den Köpfen abbauen: „Zu teuer“. „Das bringt doch nichts“.
|
|
Ich bin immer für Konstruktives:
|
|
|
- mit den Gebäuden des Landkreises !
|
- mit den kommunalen Gebäuden! Viele Bürgermeister sind hier versammelt!
|
|
Seien wir persönlich als Kreistagsmitglieder Vorbild und sanieren wir unsere eigenen Häuser!
|
|
Setzen wir ein Zeichen und gehen wir mit gutem Beispiel voran:
|
|
„Kluge Köpfe sparen Energie!“
|
|
|
|
Christine Denz
|
|
|
|
|
|
|