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Pressemitteilung, 27. 5. 2006
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Neue Energien machen Arbeit
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„Neue Energien machen Arbeit“ heißt ein Grüner Slogan, der verstärkt auch für den Neckar-Odenwald-Kreis gilt. Auf der jüngsten Kreisvorstandssitzung in Mosbach berichtete Kreisrätin und Kreisvorsitzende Christine Denz über die Fortschritte bei der Umsetzung des Grünen Energiekonzeptes „NOK – Neue-Odenwald-Kraft“. Drei große „E“ seien die Säulen: Einsparen – Effizienz – Erneuerbare Energien. Die von der Grünen Kreistagsfraktion beantragte und vom Kreistag angenommene Energie-Einspar-Offensive laufe unter der Federführung der WiNO gut an. Energieberater, Handwerker, Architekten, Banken und die Umweltverbände bieten ihre Dienste für die Bevölkerung an. Die Grünen werden weiterhin mit konkreten Projekten daran arbeiten, dass der Landkreis eine „Energie-Region“ werde. Die galoppierenden Energiepreise seien zudem gute Verbündete für den Klimaschutz. An ihnen zeige sich deutlich, dass jedes durch Einsparung erzielte „Nega-Watt“ eine optimale Investition sei.
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Ein weiterer Stein im Energiemosaik sind die aktuell im Kreisgebiet zahlreich geplanten oder bereits gebauten Biogasanlagen. Doch sowohl ihre Standorte wie auch die Konsequenzen daraus bewegen die Gemüter in der Bevölkerung. Dies aufgreifend hat die Grüne Kreistagsfraktion schon im vergangenen Jahr bei Landrat Dr. Brötel ein Konzept eingefordert. Darauf steht die Antwort noch aus. Welche Standorte kommen in Frage? Welches Potential an Holz gibt es überhaupt im Neckar-Odenwald-Kreis? Wie sieht es mit den Transporten aus? Die Ökobilanz würde sich stark verschlechtern, wenn man das Holz von weit her holt. Die außer dem Strom produzierte Wärme muss genutzt, damit sie nicht wie in Sansenhecken in die Luft geblasen wird. Die Kreistagsverwaltung hatte zugesichert: „Alle Anlagen sollen mit kommunalen oder gewerblichen Wärmeabnehmern verbunden werden.“
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Kreisvorsitzende Christine Böhm ging des Weiteren auf die geplante Odenwald-Transversale ein, die von offizieller Seite als notwendige Wirtschaftsinvestition dargestellt werde. In der Bevölkerung rege sich im Hinblick auf den zusätzlichen Flächenverbrauch und den wachsenden Verkehr jedoch zunehmend Widerstand. Nach den derzeitigen Prognosen soll der Kreis rund 4,4 Millionen von den Gesamtkosten in Höhe von 13.7 Millionen Euro bezahlen. Falls dafür Kredite aufgenommen werden müssen, kommen noch Zins und Zinseszins dazu. Millionen, die nach Auffassung der Grünen besser für andere Aufgaben ausgegeben werden sollten. „Nicht an mangelnden Verkehrsanbindungen krankt Deutschland aktuell, sondern am mangelhaften Bildungswesen!“ verwies Böhm auf die neuesten niederschmetternden PISA-Ergebnisse. Sie forderte daher, die ohnehin knappen öffentlichen Mittel gemäß den Versprechungen im dem Landtagswahlkampf für mehr und bessere Bildungsmöglichkeiten einzusetzen und nicht am falschen Ende zu investieren.
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