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Pressemitteilung, 24. 11. 2006
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Genmais-Versuche in Neckarmühlbach unter Ausschluss der Öffentlichkeit
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Kreis-Grüne fordern lückenlose Aufklärung
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„Auch im Neckar-Odenwald-Kreis gab es geheim gehaltenen Genmais-Anbau zu Versuchszwecken. Einer der Hauptstandorte ist Neckarmühlbach im Grenzbereich zum Landkreis Heilbronn gewesen“, informierten die Grünen Kreisvorsitzenden Christine Böhm und Christine Denz bei der jüngsten Kreisvorstandssitzung. Die geheim gehaltenen Versuche im NOK und in ganz Baden-Württemberg seien viel umfangreicher, als es das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium unter Leitung von Peter Hauk bisher zugegeben hat. Der Landwirtschaftsminister wird aufgefordert, sich umgehend in Neckarmühlbach und in seinem Wahlkreis insgesamt einer öffentlichen Diskussion zu stellen.
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Uli Sckerl, der Patenabgeordnete für den hiesigen Grünen Kreisverband aus dem Landtag legte am Donnerstag eine Liste aus dem Bundessortenamt vor, aus der alle Versuche im Einzelnen hervorgehen. Aus der Liste ergibt sich, dass allein in Neckarmühlbach zwischen 1998 und 2004 insgesamt 27 Versuche stattgefunden haben. In allen Fällen ist Genmais angebaut worden. In 19 Fällen handelt es sich um die besonders umstrittene Sorte „MON 810“. Das Bundessortenamt hat jetzt gegenüber dem Wahlkreisbüro Rhein-Neckar von Sylvia Kotting-Uhl MdB, Bündnis 90/die Grünen, bestätigt, dass die angebauten Genmais-Pflanzen aus dem Versuchsanbau keinerlei Verwendungseinschränkungen unterlagen. Das heißt, dass das Erntegut auch verfüttert oder auf den Feldern untergepflügt werden durfte. Denn es liegt eine entsprechende Lebensmittel-Zulassung im Sinne einer EU-Verordnung vor.
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Das Land hat alle Versuche im Vorfeld genehmigt. Christine Denz: „Bis zu 9 Jahre lang sind Landwirte, die Gemeinde, der Bürgermeister und die BürgerInnen in dieser sensiblen Angelegenheit nicht informiert und damit getäuscht worden. Auch jetzt wird nur stückweise zugegeben.“ Landwirten im konventionellen und Öko-Landbau seien diese heimlichen Versuche – und ihre möglichen Auswirkungen – zugemutet worden. Ebenso wie die Grünen im Landtag fordern die Kreis-Grünen schnelle lückenlose Aufklärung. Versuche, die 2005 und 2006 mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ausgebracht worden sind, sind im Internet im Standortregister nachzulesen unter www.bvl.bund.de.
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