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Rhein-Neckar-Zeitung, 3. 9. 2007
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Zeit des Kleckerns ist im Bereich des Klimaschutzes vorbei
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Grünen-Patenabgeordneter Uli Sckerl war im Landkreis unterwegs und findet Energieinitiative der Kreis-Grünen sensationell
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Nicht einmal zwei Dutzend Personen folgten der Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen Neckar-Odenwald in die Alte Mälzerei zur Oscarpreis-gekrönten Präsentation des Al-Gore-Dokumentar-Films „Eine unbequeme Wahrheit“ mit anschließender Diskussion über den Film und Klimaschutz allgemein.
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Im vorgelagerten Pressegespräch stellten die beiden Kreisvorsitzenden Christine Denz aus Mosbach und Christine Böhm aus Walldürn zusammen mit dem NOK-Patenabgeordneten Hans-Ulrichi Sckerl (MdL aus Weinheim) ihre Initiative „Neue Odenwald Kraft“ vor.
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Vor dem Hintergrund des erklärten Ziels der Bundesregierung, bis 2020 die Kohlendioxid-Emissionen um 40 % Prozent zu senken, haben sich die Grünen im NOK für das Jahr 2030 das ambitionierte Zwillingsziel „Fifty-Fifty“ gesteckt.
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Damit meinen sie 50 % Einsparung („Energiereduktion“) und Effizienz. Die restlichen 50 % sollen von Erneuerbaren Energien geliefert werden, was für Strom, Wärme und Treibstoffe, für die privaten und öffentlichen Haushalte und Betriebe gelte. Oder ganz banal ausgedrückt: Der NOK soll rein rechnerisch in 23 Jahren hundertprozentig energieautark sein.
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Das könne im Kreis, so Denz, mit einem Energiemix aus Photovoltaik, Windenergie und Biomasse und Wasserkraft bewerkstelligt werden, was hier Arbeitsplätze schaffe, den regionalen Wirtschaftskreislauf ankurbele („Geld bleibt hier“) und zum Schutz des Klimas beitrage.
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Zuvor besuchte der Grünen-Patenabgeordnete Hans-Ulrich Sckerl das Strom- und Pellets-produzierende Biomassekraftwerk in Mudau.
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Generell konstatierte Sckerl, dass angesichts des Klimawandels die Zeit des Kleckerns im Bereich des Klimaschutzes vorbei sei und forderte u.a. von der Landesregierung ihr staatliches Förderprogramm „Klimaschutz Plus“ für Kommunen, in dessen Topf sich jährlich derzeit sechs Mio. Euro befinden, auf mindesten 60 Mio. Euro aufzustocken, denn jeder Euro an Fördergeld ziehe mindestens drei Euro zusätzliche Investitionen nach sich..
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In der „Tenne“ der Alten Mälzerei wurde anschließend über die zuvor gezeigte 90-minütige filmische Selbstinszenierung „An Inconvenient Truth“ des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore diskutiert. Gore verkauft den Klimaschutz als Markenartikel und betrachtet die Klimakrise als „planetarischen Notfall“.
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Am 7. Juli 07 stellte er das weltweit veranstaltete, über Fernsehen und Internet übertragene „Live Earth“-Konzert auf die Beine, ein gut funktionierendes Netzwerk aus Politik und Pop, dem mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Erde lauschten.
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Nach der über weite Strecken emotional geführten Publikumsdebatte über sinnvoll in die Tat umzusetzende individuelle und kollektive Klimakatastrophen-Vermeidungs- und Anpassungsstrategien fasste MdL Sckerl seinen Besuch nur positiv zusammen:
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Selbst ein ganz „schwarzer Landkreis“ könne Umwelt- und klimapolitisch eine Pilotfunktion übernehmen, das bestätige der NOK eindrucksvoll. Die Energie- und Klimaoffensive der Grünen im NOK sei landesweit einzigartig und sensationell.
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Angesichts des sich dramatisch abzeichnenden Klimawandels mit seinen sichtbaren negativen Folgeerscheinungen müssten die Parteien raus aus ihren Grabenkämpfen, denn es gehe hier um wesentlich mehr als nur um parteipolitische Auseinandersetzungen.
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In Zukunft seien besonders die Bürger gefordert, ihre Wünsche und Möglichkeiten als Verbraucher und Wähler gerade in der Klimaschutzdiskussion zur Geltung zu bringen.
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