Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neckar-Odenwald

Impressum

 

 

Presse 2009

 

Pressemitteilung, 9.3.2009

Grüne stellen klar: „Bioenergie-Region-Auszeichnung auch unser Erfolg“

Ideenklau erfreulich, aber „Grüne Igel schon all da!“

 

Es sei wie in der Parabel vom Hasen und dem Igel, so Christine Denz, Mosbacher Bundestagskandidatin der Grünen im Wahlkreis Odenwald-Tauber bei der jüngsten Kreisvorstandssitzung. Schwarze Hasen machen derzeit ein großes Getöse, wie „HOT“ sie seien, Grüne Igel warteten derweil längst am Ziel: „Ich bin schon all da!“

Die Grünen in den drei Landkreisen begrüßten das Bioenergie-Region-Projekt grundsätzlich, den wiederholten Versuch der CDU, die Lorbeeren für sich alleine zu beanspruchen, nannten sie hingegen „unverfroren“. Kreisvorsitzende Christine Böhm, Walldürn: „Wir Grüne fördern seit Jahrzehnten die drei großen „E“ - Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien - auch als man uns dafür als realitätsfremd verlacht hat. Wir haben auch immer gesagt: „Klauen erlaubt!“. Daher sei man um der Sache willen froh, dass Landrat Dr. Brötel die CDU auf Vordermann gebracht habe. „Wir können uns noch gut erinnern, wie sie zuvor in Buchen und andernorts mit blindem Eifer gegen Windmühlen gekämpft haben“. Man erkenne Dr. Brötels Einsatz unumwunden an, aber wenn die CDU jetzt behaupte zugleich Vater und Mutter des Erfolgs zu sein, dann sei das anmaßend und geschichtslos.

Die genannten Kernziele der BioEnergieRegion müssen nach Meinung der Grünen unter strikter Berücksichtigung von Einsparung, Energieeffizienz und Naturschutz verfolgt werden. Biomassekraftwerke wie in Obrigheim und Buchen-Sansenhecken mit einem miserablen Wirkungsgrad von lediglich 30% - da ohne Wärmenutzung – seien konzeptionell verfehlt. Dieser Geburtsfehler müsse schleunigst behoben werden, ebenso wie die anhaltenden Lärmbelästigungen für die Bevölkerung durch das Obrigheimer Kraftwerk. „Da wünschen wir uns dringend mehr Sensibilität und eine ständige Kommunikation mit den Anwohnern, damit die in der Bevölkerung verankerte grundlegende Akzeptanz für erneuerbare Energiegewinnung nicht zerstört wird!“ fordert Christine Denz von den Verantwortlichen verstärktes Engagement.

Auch die verstärkte Nutzung von Grenzertragsstandorten sieht die Öko-Partei kritisch. Nicht nur dort gelte es, den Boden vor Überdüngung und Erosion, den naturnahen Bewuchs von Wäldern und Hecken vor Kahlschlag zu schützen. Wenn hier aus Profitinteresse nicht achtsam mit der Natur umgegangen werde, drohe die heimische Landschaft zur Energiepflanzen-Monokultur zu werden. „Den scheunentorgroßen Schlupflöchern für die Agro-Gentechnik, die im Deckmantel der Energiewirtschaft als trojanisches Pferd daher galoppiert, muss von Anfang an Einhalt geboten werden!“ betont Christine Denz. Wachsweiche Äußerungen des CDU-Bundestagskandidaten, Gentechnik solle man „möglichst lange“ vermeiden, seien völlig unzureichend.

Erfreuliches, nämlich bestens bestückte Wahlkreislisten, hatten abschließend die mit der Kandidatenfindung für die Kreistags- und Gemeinderatswahlen Beauftragten zu vermelden.