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Pressemitteilung des Ortsverbands Aglasterhausen, 10. 12. 2004
Kommunalpolitischer Brunch im Wohnhof Aglasterhausen - Perspektiven einer lebenswerten Gemeinde
Aglasterhausen. Ein voller Bauch studiert nicht gerne, sagt der Volksmund, aber bei reich gedecktem Tisch voller gesunder regionaler Erzeugnisse lässt sich gut diskutieren, so die Erfahrung der grünen Liste Aglasterhausen nach ihrem ersten kommunalpolitischen Brunch im Wohnhof in Aglasterhausen zu dem die grünen Gemeinderätinnen Birgit Thoma aus Michelbach und Simone Heitz aus Aglasterhausen alle Interessierten eingeladen hatten. Werden die Menschen auf ihre Bedürfnisse angesprochen, nimmt man sie mit auf den Weg in eine zukunftsfähige Gemeinde, bringen sie sich auch gerne ein. Diese Erfahrung tut gut, gerade in Zeiten in denen viel von Politikverdrossenheit und Unmut den Politikern gegenüber gesprochen und geschrieben wird.
Aglasterhausen hat sich im großen Ganzen gut entwickelt, die offene Diskussionskultur über alle Partei- und Gruppierungsgrenzen hinweg, die sich ausschließlich an Sachfragen orientierte, brachte reiche, überall sichtbare Früchte.
Die örtliche Infrastruktur in der Kerngemeinde bietet eine reiche Auswahl aller Dinge des täglichen Bedarfs. Zu achten sei aber, dass die Angebote im Ortskern erhalten und ausgebaut werden. Die alte Edeka-Halle böte genau wie die Hallen von Betten-Stumpf Möglichkeiten. Neue Baugebiete bringen neue, künftig dauernd zu erhaltende Infrastruktur mit sich, daher ist es sinnvoller die Innenentwicklung aller vier Ortsteile voran zu treiben, statt weiter in die Fläche zu gehen. Nachdem nun nach der Erschließung des Baugebiets Holderbusch etwas Ruhe einkehrt, sollte die Atempause dazu genutzt werden das innerörtliche Potential zu erheben und zu erfassen.
Die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung ist in den letzten Jahren stark gestiegen, berichteten die Gemeinderätinnen aus dem Zwischenbericht zum Rechnungsjahr 2004 des Kämmerers. In der Gemeinderatsitzung wurde den Ratsmitgliedern von Bürgermeister Dambach erklärt, das käme daher, dass nach Auskunft der EnBW, die Neubaugebiete alle mit Energiesparlampen ausgerüstet seien, die aber die ganze Nacht brennen müssten und nicht teilweise ausgeschaltet werden können. Bei den Teilnehmern des Grünen Liste Brunchs führte dieser Bericht aus dem Gemeinderat als „Treppenwitz der Stromer“ zu allgemeiner Heiterkeit, der bei allen einen bitteren Nachgeschmack hinterließ. Angeregt wurde insbesondere bei anstehenden Erschließungsmaßnahmen besonders darauf zu achten, dass Straßenlaternen einzeln geschaltet werden können und dies dann auch so umgesetzt wird.
Beim Thema Verkehr kamen die leidigen Geschwindigkeitsüberschreitungen zur Sprache, ob am Orteingang von Breitenbronn, Daudenzell, Aglasterhausen oder Michelbach überall wird gerast. Vielleicht steht das Breitenbronner Ortschild aus Neunkirchen kommend, aber auch das Aglasterhausener aus Breitenbronn kommend zu weit innerorts, wurde angemerkt. Auch sollte nach Meinung der BrunchteilnehmerInnen das gemeindliche Geschwindigkeitsmessgerät dauerhaft eingesetzt werden. Die Situation in den Schulbussen wurde neben den fehlenden Schülerlotsen und dem Parkplatz an der Schule als ungelöste Dauerbrenner benannt. Für den öffentlichen Verkehr sei neben der guten Busanbindung, der Ausbau der SWEG-Strecke zur S-Bahn der Schlüssel zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Gemeinde Aglasterhausen.
Der erste kommunalpolitische Brunch war ein erster guter Schritt der sich nun nach Wunsch der Beteiligten zur Tradition entwickelten sollte, erklärten die zufriedenen Gemeinderätinnen Birgit Thoma und Simone Heitz, die sich bei Claudia Fensky-Perina für deren Organisation und bei allen TeilnehmerInnen herzlich bedankten.
Simone Heitz
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