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Pressemitteilung, 6. Oktober 2009
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„ Odenwald-Transversale als Geisterstraße“ - Neue grüne Kreistagsfraktion ordnet ihre Aufgaben
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Mosbach/Osterburken. „Der Bau der sogenannten Odenwald-Transversale bedeutet nach unserer Auffassung Verschwendung von Steuergeldern; sie ist überflüssig; große wertvolle Landwirtschafts- und Naturflächen gehen unwiederbringlich verloren – obwohl es Alternativen gibt“, so das Resumee der grünen Kreisrätin Simone Heitz. Im Sommer hatte sie persönlich und im Namen ihrer Kreistagsfraktion offizielle Einwendungen gegen das Projekt erhoben: 7 km Straßenneubau von Adelsheim nach Eberstadt auf der Hochebene als Kreisstraße K3972 einschließlich einer hohen Talbrücke mit einer Länge von 250 m. Das grüne Ladies-Quartett besprach diesen Riesen-Punkt in seiner ersten Fraktionssitzung.
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Gabi Metzger, Christine Denz, Simone Heitz und Dorothee Roos legten darin ihre Aufgabenfelder für die nächste Legislatur fest. Simone Heitz wird sich um die Themen Wirtschaft und Verkehr kümmern. Beschäftigen werden sie insbesondere der Öffentliche Personennahverkehr, die Schülerbeförderung und nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen für den ländlichen Raum.
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Die Transversale ist den Grünen schon seit Anbeginn der Planungen ein Dorn im Auge. Versucht sie doch, die in den 60er und 70er Jahren geplante und im Nachhinein als unwirtschaftlich verworfene Odenwald-Autobahn zu ersetzen. „Wir brauchen maßstabsgerechte Lösungen gegen die – nur punktuell auftretende – Verkehrsbelastung wie z. B. Entschleunigungsmaßnahmen in den betroffenen Ortschaften“. Das finanzielle Problem stellt sich heute erst recht - angesichts der Verschuldung des Kreises mit derzeit 44 Mio Euro. Die Transversale soll nach heutigen Schätzungen mehr als 16 Mio Euro, kosten abzüglich des erwarteten Landeszuschusses. Geld könne man nur einmal ausgeben; auf die lange Bank geschoben würden wichtige Projekte wie Schuldenabbau und ÖPNV.
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Nach den (von den Grünen in Frage gestellten) Hochrechnungen sollen in 24 Stunden ganze 8.400 Fahrzeuge die Transversale dann im Jahr 2020 „bevölkern“. Zum Vergleich: Durch Neckarburken wälzen sich täglich 20.000 Fahrzeuge! „Die Tranversale wird eher eine Geisterstraße“, kommentierte Fraktionsvorsitzende Christine Denz. Die Kosten-Nutzen-Rechnung stimme nicht, so Dorothee Roos. Die Ausbau-Planungen seien auf dem Höhepunkt der Just-in-Time-Ideologie erfolgt. Steigende Spritkosten würden mittelfristig die „Lagerhaltung auf der Straße“ unwirtschaftlich machen. Die Kreistagsfrauen sind sich darüber einig, dass das Vorhaben Transversale einer genauen Güterabwägung mit belastbaren Prognosen bedürfe, die jedoch nicht oder nur unzureichend stattgefunden habe.
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