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KREISTAGSRUNDBRIEF
Januar 2005
 

„Z.E.U.S.“ betrachten wir mit Argusaugen

Die ehemalige Kreismüll-Deponie verändert sich aufgrund gesetzlicher Vorgaben und rot-grüner Umwelt- und Energiepolitik in das „Zentrum für Entsorgung und Umwelttechnologie Sansenhecken“, kurz Z.E.U.S.

Was die Abfallpolitik und die Verdienste des Grünen Koalitionspartners betrifft, schilderte Fraktionsvorsitzende Gabi Metzger in ihrer Haushaltsrede. „Die Deponie kann nach der neuen TA Siedlungsabfall bis 2030 betrieben werden. Wie dies? Die erste rot-grüne Regierung hat im Koalitionsvertrag auf Forderung der Grünen die Änderung der bis dahin gültigen TA Siedlungsabfall festgelegt. .... die neue Fassung gibt auch der Vorbehandlung durch sog. „kalte“ Verfahren (wie unser ISKA-Verfahren, d. h. keine Müllverbrennung) eine Zukunft . Der so vorbehandelte Müll kann deponiert werden. Man sieht an diesem Beispiel, dass mit der Umsetzung von Grüner Politik, damit meine ich „Grün pur“ doch Vorteile für unseren Kreis entstanden sind. Ich will damit sagen: die Finanzierung des Haushaltes 2005 verdanken Sie den Grünen!“ (Zur Erläuterung: 8,8 Mio Euro waren in der Rücklage zur Rekultivierung der Deponie. Das ist jetzt nicht mehr notwendig. Ein großer Teil des Geldes wurde - einmalig - genutzt, um den Haushalt zum großen Teil auszugleichen.)

Zur Energiepolitik: aktuell geht es darum, dass eine Pelletsfabrik gebaut wird, mit der im Endausbau 40% der Abwärme vom Biomassekraftwerk genutzt werden kann. Erinnert Euch daran, dass wir vor ca. 2 Jahren im Grünkernkraftbrief darüber einen ausführlichen Bericht hatten. Mit der Abwärme hätte man mindestens ganz Buchen heizen können. Aber das hätte eine langfristige Planung vorausgesetzt, die de facto nicht möglich war. Denn das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz, das den Ökostrom auch aus Biomasse fördert, gibt es erst seit 2004. Eine raschere Novellierung haben übrigens CDU und FDP und Teile der SPD um Wirtschaftsminister Clement herum verhindert.....Jedenfalls hat Christine Denz im Namen der Fraktion natürlich die Pelletsfabrik befürwortet, nicht ohne zu fordern, dass auch die restlichen 60% Abwärme schnellstens genutzt werden. Eine Firma aus Heidelberg baut sie. Der Kreis ist mit 10% beteiligt, ansonsten läuft sie privatwirtschaftlich wie auch die anderen Anlagen in Z.E.U.S. Rund 60% des Rohstoffes Holz sollen aus dem NOK kommen (Sägereien, staatliche und private Waldbesitzer) Das Verkehrsaufkommen wird dadurch natürlich erhöht. Christine mahnte das „intelligente Verkehrskonzept“ an, das Dr. Ginter als Geschäftsführer von Z.E.U.S. für Anfang des Jahres 2005 zugesagt hat. Dabei geht es natürlich auch um die Mülltransporte...

Noch einige Daten zur Pelletsfabrik:

  • hergestellt werden sollen Pellets für Kleinfeuerungsanlagen, auch für Holzheizungen für Privathäuser
  • Investitionssumme ca. 3,5 Mio Euro
  • Produktionsmenge: bis zu 30.000 t pro Jahr
  • 5 Arbeitsplätze
  • Baubeginn im Frühjahr 2005, in der Heizperiode 2005/2006 sollen die ersten Produkte verkauft werden
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