|
Pressemitteilung, 13. Juni 2008
|
|
Einwendungen gegen geplantes Atommüll-Lager Obrigheim
|
|
Kritik an Informationspolitik - Infostände
|
|
|
|
Die nach menschlicher Vorstellungskraft ewig strahlende Hinterlassenschaft des Atomkraftwerks Obrigheim schlägt hohe Wellen. Es soll am Standort ein sogenanntes „Zwischenlager“ gebaut werden. Ungewöhnlich großen Zuspruch aus der Bevölkerung fand am 12. Juni ein Informationsabend, zu dem das „Aktionsbündnis Atommüll-Lager Obrigheim“ eingeladen hatte. Die Gäste kritisierten zu Anfang heftig die fehlenden Informationen in dieser für die Bevölkerung und für die Zukunft so wichtigen Frage. Weder gebe es auch nur einen Hinweis auf der Webseite der Gemeinde Obrigheim noch fühlten die Verantwortlichen aus der Kommunalpolitik sich bemüßigt aufzuklären. Der Gemeinderat habe das geplante Zwischenlager für „sicher“ erklärt. Auch ein verharmlosender Pressebericht mit einem schönen Foto über die zukünftige vermeintliche „grüne Wiese“ sorgte für Ärger.
|
|
Das Aktionsbündnis besteht bisher aus der Bürgerinitiative und Klägergemeinschaft „AKW Obrigheim abschalten!“, dem BUND NOK und den beiden Grünen Kreisverbände NOK und Odenwald-Kraichgau. Weitere Gruppen und Einzelpersonen sind willkommen. Die Aktiven wollen mit Hilfe von Einwendungen das hohe Gefährdungspotenzial auch des geplanten Zwischenlagers weitest möglich eindämmen. Dabei machten alle Versammelten klar, dass Atomenergie prinzipiell unbeherrschbar ist. Der Ausstieg wurde durch den Atomkonsensvertrag beschlossen: vom Gesetzgeber und den großen Energieversorgern! Der Klimawandel aber werde jetzt von der Energiewirtschaft und auch von der baden-württembergischen Umweltministerium Tanja Gönner instrumentalisiert, um weiterhin hohe Profite zu erzielen und um nicht umdenken zu müssen.
|
|
Die Einwendungen werden derzeit erarbeitet. Sie werden der Öffentlichkeit in den nächsten Tagen mit weiteren Presseberichten auf der demnächst installierten neuen Webseite des Aktionsbündnisses zur Verfügung gestellt. Auf den Marktplätzen von Mosbach und Eberbach wird es Informationsstände mit Listen geben, in die man sich eintragen kann: Samstag, 21. Juni, in Eberbach und am 28. Juni in Mosbach. Die Einwendungslisten müssen bis zum 4. Juli beim Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter sein. Sie werden dann bei der nicht-öffentlichen Erörterungsveranstaltung behandelt, zu der das Bundesamt für Strahlenschutz einlädt. Eingeladen aber werden nur die Menschen, die Einwendungen vorgebracht haben – ein weiterer Beleg dafür, dass niemand „beunruhigt“ werden soll.
|
|
|
|
Website Aktionsbündnis Atommüllager Obrigheim mit Informationen zum Einwendungsverfahren: www.atommuell-obrigheim.de
|