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Pressemitteilung, 1. Juli 2008
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Aktionsbündnis sammelte Einwendungen zum Zwischenlager Obrigheim
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Zahlreiche mögliche Gefahrenquellen benannt
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Das „Aktionsbündnis Atommüll-Lager Obrigheim“ sammelte am vergangenen Samstag auf dem Mosbacher Marktplatz knapp hundert Einwendungen, um höhere Sicherheitsstandards für das geplante Zwischenlager zu erreichen. Wichtige Fragen wurden den Mitgliedern des Aktionsbündnisses mit auf den Weg gegeben. Sie betreffen Langzeitprobleme wie z. B. die Haltbarkeit der CASTOR-Behälter, die ausreichende Stabilität und Qualität der Lagerhallenwände und die sog. „Jahrhunderthochwasser. Weiter: Wo werden Reparaturen von defekten CASTOR-Behältern ausgeführt, wenn KWO endgültig abgebaut ist? Atomtransporte sind verboten; deshalb fordert das Aktionsbündnis den Bau einer sog. „heißen Zelle“ für Reparaturen vor Ort.
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Ebenso wichtige Fragen gingen in Richtung Brandschutz. Welche Feuerwehr kann bei einem Großbrand löschen, wenn die werkseigene Feuerwehr von KWO ihren Dienst einstellt? Das im Bau befindliche direkt benachbarte Biomassekraftwerk mit seinen riesigen Holzlagern wurde als mögliche Gefahrenquelle benannt. Weiter sprechen die Genehmigungsunterlagen nur von dem „zufälligen Absturz“ einer kleinen Militärmaschine und dem nachfolgenden Kerosinbrand, dessen Temperaturen völlig unzureichend nur mit 800° angenommen werden. Was aber ist, wenn eine voll getankte Passagiermaschine oder ein Militärflugzeug moderner Bauart durch einen Terrorangriff auf das Gelände trifft? Diese Fragen beantworten die EnBW in ihren Antragsunterlagen nicht; im Gegenteil, sie gehen von einem Stand der Technik aus, den die Realität bereits überholt hat – und entsprechend unbefriedigend sind nach Auffassung des Aktionsbündnisses die Lösungsvorschläge.
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Alle die angesprochenen Fragen werden dann in dem nicht-öffentlichen Erörterungsverfahren behandelt, zu dem aber nur die Menschen Zutritt haben, die tatsächlich eine Einwendung unterschrieben haben. Alle Argumente können auch mit der Unterstützung durch Fachbeistande vorgetragen werden. Diesen wird dann vom Bundesamt für Strahlenschutz BfS nachgegangen. Die Einladung für die nicht-öffentliche Verhandlung wird über die Tageszeitungen bekannt gegeben. Einsendeschluss für die Einwendungen ist Montag, der 7. Juli. Es gilt der Eingangsstempel, d. h. am Freitag sollten die Einwendungen abgeschickt werden. „Wir vom Aktionsbündnis werden die Bevölkerung weiter auf dem Laufenden halten“, so die beiden Sprecherinnen, Christine Denz, Mosbach, und Gertrud Patan, Schefflenz. Weitere Informationen über das geplante Atommüll-Lager und Vorschläge für Einwendungen sind unter www.atommuell-obrigheim.de zu finden.
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