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Pressemitteilung, 30. 3. 2006
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Christine Böhm festigt Grün im NOK
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Nach kurzer Verschnaufpause nach der Wahl traf sich der Grüne Kreisvorstand am Mittwoch in Walldürn. Mit herzlichen Worten und einem „Wahl-Album“ wurde noch einmal Christine Böhm gewürdigt, die mit einem Riesen-Einsatz erfolgreich für die Grünen Inhalte geworben hatte. Die Schönfärbereien der hiesigen CDU zu deren Ergebnissen der Landtagswahl wurden ins rechte Licht gerückt, denn im Gegensatz zum gefestigten Grünen Stimmenpotential bescherte Minister Hauk seiner Partei im Wahlkreis einen herben Verlust von einem Sechstel der bisherigen CDU-Stimmen.
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Ganz oben auf der Agenda platziert der Grüne Kreisverband weiterhin Schule und Bildung und die Umweltpolitik. Unter den derzeit unbefriedigenden, aber gegebenen Verhältnissen werde man an Verbesserungen bei den Bildungsangeboten arbeiten. Das Grüne Energie-Konzept „Neue-Odenwald-Kraft“ werde von allen Parteien im Landkreis im Grund genommen unterstützt, wenn auch unter einem anderen Namen. Die Grünen freuen sich über den „Job-Motor“ für den Landkreis, insbesondere für die Handwerksbetriebe und den Mittelstand. Im Kreistag und in den Gemeindeparlamenten werde man die Schritte vor Ort vorantreiben.
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Besprochen wurden die aktuellen Probleme in der Schulpolitik, die durch die Berliner Rütli-Hauptschule aufgezeigt wurden und doch nur die Spitze des bundesweiten Eisberges sind. So heftig wie die Gewaltexzesse an der Berliner Hauptschule seien die Verhältnisse im NOK sicher nicht. Auch führten Kinder und Jugendliche mit einem schwierigen sozio-ökonomischen Hintergrund nicht an jeder Schule gleich zu Mord und Totschlag, wofür es genügend positive Beispiele gibt. Man könne die Probleme auch nicht mit „Multikulti“ begründen; auch deutsche Jugendliche seien gefährdet und gewaltbereit. Die Ursache liege eher in der sozialen als in der ethnischen Herkunft und generell in der wachsenden Perspektivlosigkeit für die junge Generation. Es gebe Möglichkeiten für eine gerechtere Bildungspolitik, sei es ein vernünftiger Klassenteiler oder hervorragend ausgebildetes Personal, das auf die spezifischen Probleme und Fähigkeiten der Kinder eingehen kann. Christine Böhm betonte, sie habe als Landtagskandidatin argumentiert, dass das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft gehöre und man hin zu einer umfassenden Förderung aller Kinder und Jugendlichen komme müsse. Nach Auffassung der Kreisvorsitzenden Christine Denz müssen im Interesse der jungen Menschen die bereits vorhandenen Möglichkeiten mehr genutzt und optimiert werden. Als Beispiele nannte sie die zahlreichen Jugendhäuser im Kreis und die Kooperation zwischen Schule, der Jugendhilfe und den therapeutischen Diensten. Hier arbeiteten die „Seismographen der Gesellschaft“, die täglich mit den Kindern und Jugendlichen zu tun haben und die relativ frühzeitig Probleme erkennen können.
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Die Vorstandsfrauen bekräftigten die Positionen für ihre künftige Landkreispolitik. Die abschließende Analyse galt dem baden-württembergischen Landtagswahlrecht, das „undurchsichtig und ungerecht ist und als Dauerstreit bei den Koalitionsverhandlungen wieder auf den Tisch kommt“, so Kreisvorsitzende Christine Böhm.
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