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Leserbrief, 7. März 2007
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Lebenswandel – Sinneswandel
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Die bevorstehende Schließung der MBA in Buchen-Sansenhecken, die heftigen Auseinandersetzungen um die geplante Mullverbrennungsanlage zwischen TBB und Großrinderfeld und das Tauziehen um die geplante Odenwald-Transversale machen mich sehr nachdenklich. Bei diesen drei Beispielen aus der Region geht es um schier unvorstellbare Mengen an Müll bzw. um den überbordenden Verkehr. Jedes Mal engagieren sich direkt betroffene Bürger/innen, was ich – wohlgemerkt – nachvollziehen kann. Aber man muss auch bedenken: Wer produziert eigentlich den Müll und den Verkehr? Wir! Jede/r einzelne von uns in unterschiedlichem Maß! Letztendlich wird alles für uns als Verbraucher/innen produziert und wir nutzen es.
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Nach den Naturgesetzen geht nichts verloren, sondern wird auf mehr oder weniger schädliche Art nur umgewandelt. Es entstehen Lärm, Gestank, Abgase. Im privaten Sich-Belästigt-Fühlen und im globalen Klimawandel bündeln sich die fürchterlichen Folgen. Das Prinzip „Aus den Augen – aus dem Sinn“ funktioniert nicht mehr.
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Wenn nicht vor Ort, dann müssen andere anderswo die Folgen ertragen bzw. müssen sie, so gut es eben geht, beseitigt werden. Ich meine z. B. den Transitverkehr durch Österreich, der die Lebensmittel unbillig billig bringt. Die Billigflüge, für die die Allgemeinheit zahlt- nicht nur mit Geld. Die Wegwerf- und Verpackungsmentalität. Die Auswirkungen und Grenzen des bedenkenlosen Wachstums sind natürlich auch bei uns zu spüren.
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Was tun? Nach dem Staat, nach der Kommune rufen, dass sie unsere Probleme an anderer Stelle, nur nicht bei uns, lösen? Das ist nur ein Teil der Erleichterung. Es gibt Alternativen im Handeln, die Richtung muss heißen: Verkehrs- und Müllvermeidung, Einsparung und nach-denklicher Gebrauch.
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Auf Dauer – wenn nicht vielen von uns alles egal ist – hilft nur ein Sinneswandel; ein Sinneswandel, bei dem durch „Weniger & Anders“ ein „Mehr“ an Lebensqualität wird.
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Christine Denz, Mosbach, Kreisrätin für Bündnis 90/Die Grünen NOK
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