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Leserbrief von Christine Denz , 23. 8. 2007
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zu „Viel Amt, wenig Ehre?“ in den Fränkischen Nachrichten vom 17. 8. 07
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Ich kann das alles unterschreiben, wie die FN die Situation der ehrenamtlich Tätigen beschreiben: Freude über und Stolz auf Erreichtes, aber auch viel Arbeit, geringe Mittel und – noch gravierender – zu wenig „Nachwuchs.“. Gut ist, dass es trotzdem noch immer so viele Leute gibt, die sich für ihre Mitmenschen und für ihre Überzeugungen einsetzen. Auch eine Idee steht nicht im luftleeren Raum, sondern soll den Menschen, der belebten Natur und letztendlich der Welt im Ganzen betrachtet dienlich sein.
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Nun zu dem, was nach meiner Auffassung in dem Bericht fehlt, was Vereine und Initiativen lähmen oder gar resignieren lassen kann: Hürden von kommunalpolitischer Seite, die oftmals nicht eingerissen werden können. Für manches Vorhaben, das für die Allgemeinheit gedacht ist, reichen die Mitgliedsbeiträge eben nicht. Die Palette reicht von Sitzbänken bis zur Pflege von Streuobstwiesen. Im Vergleich mit anderen kommunalen Vorhaben braucht man nur wenige Euro oder auch andere ideelle Unterstützung. Über die kann im Gemeinderat dann lange diskutiert, das Für und Wider abgewogen werden – und dann wird die Angelegenheit verworfen. Oder: ja, ist schon eine gute Sache, aber das muss in den Haushaltsplan für das nächste Jahr – Warten und Bangen. Oder aber: es riecht nach Politik in dem angeblich so parteienunabhängigen Gremium. Dabei geht es beileibe nicht nur um einige Euro, sondern um die Meinungsführerschaft der jeweiligen politischen Mehrheit. Das solchermaßen Glattgeschliffene heißt dann „zum Wohle der Allgemeinheit“, und ist für die Initiatoren möglicherweise kaum wieder zu erkennen. Gerade neue Ideen fassen schwer Fuß. Aber diese brauchen wir zusätzlich zum Bewährten; denn unsere Welt und unsere Gesellschaft befindet sich in rasantem Wandel. Wenn der Wohnort auch Heimatort sein soll, müssen neuen Projekten auch Wurzeln wachsen können. Diesen können engagierte und unterstützende BürgerInnen, Bürgermeister und GemeinderätInnen Nahrung geben.
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