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Bündnis 90/Die Grünen
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Kreisverband Neckar-Odenwald
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Impressum
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Presse 2010
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Rhein-Neckar-Zeitung, Mai 2010
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Entscheidung am Katzenbuckel
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Stück für Stück kommt man in der Entscheidungsfindung für die digitalen Funkmaststandorte voran
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von Ulla Brinkmann
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Eine Entscheidung am Katzenbuckel rückt näher. Der wichtigste Schritt dazu ist das Votum der Waldbrunner Gemeinderäte. Zur Entscheidungsfindung hat das von der NABU-Ortsgruppe Waldbrunn in Auftrag gegebene Gutachten, das außer dem umstrittenen Solitärmast in der Nähe des Sandsteinturms (Standort Katzenbuckel-Höchst) mehrere Alternativen mit Kombinationen aus vorhandenen und neuen Funkmasten erbracht hat, entscheidend beigetragen. Dennoch sind vor einem Gemeinderatsbeschluss noch einige Informationen und Prüfungen zu erledigen.
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„Wir wollen das aber bis zum 17. Mai hinkriegen“, sagte Bürgermeister Klaus Schölch. Am 17. Mai ist der nächste Sitzungstermin des Gremiums. „Wir haben bisher keinen Standort favorisiert“, klärte das Gemeindeoberhaupt ebenso auf wie darüber, dass noch nicht alle für eine Entscheidungsfindung notwendigen Fakten vorliegen. Bei den alternativen Varianten gilt es die Bürger und Ortschaftsräte der betroffenen Ortsteile (Schollbrunn) einzubeziehen. Außerdem könnten bei beiden Dreimast-Standorten Kosten dadurch eingespart werden, dass die Funkmasten auch (wieder) von kommerziellen Netzbetreibern genutzt werden. Zudem sind Höhe der Masten, Größe und Anzahl der Parabolspiegel noch genau zu bestimmen.
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Die das bundesweite Funksystem planende, bauende und betreibende BDBOS (Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) hat sich der Gemeinde Waldbrunn gegenüber zu den Ergebnissen des NABU-Gutachtens via Regierungspräsidium (RP)/Landespolizeidirektion bereits geäußert. Die im Gutachten ermittelten Daten müssen zunächst durch das RP noch bestätigt werden. Die optimale Lösung sieht man demnach weiterhin in der Variante des neu zu errichtenden Sendemasts auf dem höchsten Odenwaldgipfel. Die Kosten dürften bei dieser Empfehlung keine geringe Rolle spielen. Sie beliefen sich auf 300 000 bis 400 000 Euro. Demgegenüber schlägt die Mastenkombination mit erweiterten Sendemasten in Schollbrunn und Reisenbach sowie einem Neubau in Waldbrunn-Ebnet mit geschätzten 750 000 Euro zu Buche. Die Differenz läge bei 300 000 Euro (und nicht – wie in der gestrigen RNZ-Ausgabe berichtet – bei 30 000 Euro). Es gibt noch eine Dreimast-Variante mit Sendern auf dem Imberg, der Rote Sohl und der Max-Wilhelms-Höhe, die zwar die beste, nämlich eine vollständige Funkabdeckung ergäbe, aber auch mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Investitionskosten am teuersten wäre. Und deswegen kaum in Frage kommt.
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Da „der Gemeinderat das letzte Wort hat“ (Schölch), plädiert auch BDBOS/RP – sollte der Gemeinderat den Standort Katzenbuckel-Höchst ablehnen - für die Standorte-Kombi aus Ebnet, Schollbrunn und Reisenbach. Und erst wenn im Waldbrunner Rathaus die Entscheidung gefallen ist, können weitere für das Verfahren notwendige Schritte gegangen werden wie das Erstellen des Umweltverträglichkeitsgutachtens und die baurechtlichen Fragen geklärt werden. Klaus Schölchs persönliche Meinung: „Ich kann mit beiden Lösungen leben.“
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