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Programm „MetropolGrün“ schaut über den Tellerrand
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Regionaler Zusammenhalt auf wichtigen Feldern angestrebt
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Der Neckar-Odenwald-Kreis ist seit 2006 Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar. Allerlei Verbindungen rechtfertigen diesen Zusammenschluss, etwa die geschichtliche zur Kurpfalz, die wirtschaftliche zu Mannheim und Ludwigshafen, die kulturelle zu Heidelberg oder schlicht die S-Bahn als Verkehrsbindeglied.
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Doch eine effektive Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Städten und Kreisen ist noch in weiter Ferne, bisheriges Kirchtumdenken ist schädlich, meinen die Grünen aus der Metropolregion. Als erste Partei überhaupt erstellte Bündnis 90/Die Grünen ein gemeinsames politisches Programm für die Metropolregion zur Kommunalwahl 2009. Hierzu fuhren am vorvergangenen Wochenende auch die Delegierten des Grünen Kreisverbandes Neckar-Odenwald-Kreis, Kreistagsfraktionsvorsitzende Gabi Metzger und Vorstandsmitglied Markus Schwab, zur Versammlung nach Ludwigshafen, auf der das Parteiprogramm diskutiert und verabschiedet wurde. Insgesamt sind 18 Kreisverbände aus drei Ländern - Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg - beteiligt.
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Dabei wurden Konzepte und Forderungen für den regionalen fairen Zusammenhalt entwickelt, unter anderem für die Felder Bildung, Arbeit, Energie, Umwelt, Verkehr und Tourismus. Und zwar, soweit diese von den Menschen und Institutionen der Metropolregion gestaltet und beeinflusst werden können, betonte der Initiator, Dr. Gerhard Schick, MdB aus Mannheim. Gabi Metzger: „Wir haben erreicht, dass auch die Bedingungen und Bedürfnisse der ländlichen Räume berücksichtigt werden.“ Somit werde das Programm bei den anstehenden Kommunalwahlen die lokalen Wahlprogramme ergänzen.
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Das erklärte Ziel der Grünen des Neckar-Odenwald-Kreises, bis 2030 den privaten und öffentlichen Energieverbrauch auf 100% erneuerbare Energien umzustellen, wurde erfolgreich auf die Metropolregion ausgedehnt. Arbeitsplätze für Handwerk und Mittelstand und ein wirksamer Klimaschutz sind die erwünschten Folgen. Weiterhin fordert das Programm eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und will nur eine sinnvolle, klimaschonende Nutzung von Biomasse fördern. Beim Verkehr sieht es auch auf dem Land die Zukunft im ÖPNV. Der Halbstundentakt in der gesamten Region sowie eine bessere Verzahnung der Verkehrsträger und Nachtfahrangebote sind Kernpunkte. Angestrebt wird das kostenlose Mittagessen in allen Ganztagesschulen und Kindergärten bzw. Kindertagesstätten der Region. Ein erster Schritt zu diesem Ziel ist das Mittagessen für einen Euro pro Kind. Die Grünen fordern statt der bisherigen Sprachtests ohne Konsequenzen eine umfassende und verlässliche Sprachförderung – je früher, desto effektiver! Der beliebte Natur- und Wandertourismus soll den Odenwald mit dem Pfälzer Wald verbinden; darin könne zu allseitigem Nutzen der Städte- und Kulturtourismus mit historischer Dimension eingebettet werden. Die Grünen schlagen ein „römisches Kulturband“ vor, das vom Odenwald-Limes über Ladenburg bis in die Pfalz reicht.
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Im Programm wird das Verbandsparlament als mittelalterliche Ständeversammlung kritisiert, die Besetzung durch Landräte und Bürgermeister würde zu einer undemokratischen Verzerrung führen. So ist auch die CDU stärker vertreten, als es ihr nach den letzten Kommunalwahlen zusteht. Da das Parlament aber wichtige Entscheidungen trifft, soll es nach dem Willen der Grünen in Zukunft direkt gewählt werden.
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