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WIR STEIGEN UM - HUNDERTPROZENTIG!

Die Welt und die Natur sind reich und schön und gleichzeitig unbändig stark. Diese Welt wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern in einem guten Zustand übergeben. Alle Menschen wollen gut leben und müssen sich gleichzeitig mit ihren Wünschen in das Ganze einfügen.

 

Muss das widersprüchlich sein? Nein, wenn wir erkennen:

Klimawandel braucht Bewusstseinswandel!

Die galoppierende Erderwärmung ist die größte globale Bedrohung und damit eine maximale Herausforderung für die internationale, nationale und lokale Politik. Der Entwicklung zu Grunde liegt zum Einen der ungeheure Verbrauch von fossilen Brennstoffen; zum Anderen

droht uns der Sinn für das rechte Maß verloren zu gehen.

Deshalb ist die eine Seite der Medaille das Umsteuern auf die Erneuerbaren Energien. Die andere Seite ist der Bewusstseinswandel. Aus einer wachen Aufmerksamkeit heraus sollen Rohstoffe nicht mehr verschleudert, sondern effektiv und sparsam gebraucht werden. Wir lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

 

Sonne, Wind & Co liefern heute Dreiviertel des Haushaltsstroms im Kreis 

Die Grafiken zeigen den Zubau der Erneuerbaren Energien im NOK seit dem In-Kraft-Treten des EEG 2001 bis Dezember 2007. Eine Arbeitsgruppe von hiesigen Experten stellte sie unter Leitung von Christine Denz zusammen.  Hier geht es nur um den Strombereich.

Grafik 1 (oben) zeigt, dass der Stromverbrauch der Privathaushalte rein rechnerisch bereits zu 75% aus den NOK-Erneuerbaren gedeckt wird; ein Viertel fehlt also noch bis zum erklärten Ziel des Landkreises, jenen bis zum Jahr 2009 ausschließlich regenerativ bereit zu stellen. Den Löwenanteil stellt mit 46% theoretisch die Biomasse – wobei das große Biomassekraftwerk auf dem AWN-Gelände in Buchen-Sansenhecken schon seit Monaten stillsteht. Windkraft liefert 24%; Windkraft wird im Erneuerbare-Energien-Mix unbedingt gebraucht. Zum Vergleich: Mit einer einzigen modernen Windkraftanlage im NOK lässt sich Strom wie aus über 250 Hektar Maisanbau erzeugen. Die Sonne beteiligt sich mit 4% und wächst weiterhin rasant. Die Wasserkraft trägt ca. 1% bei.

Grafik 2 (unten) betrachtet den Bedarf ALLER Strombezieher. Der Privatstrom macht im Bundesdurchschnitt nämlich nur 13% aus. Betriebe, produzierendes Gewerbe und die Kommunen samt dem Landkreis verbrauchen derzeit 87% des modernen Lebenssaftes.

 

100 % = Fifty-Fifty

Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 die CO -Emissionen um 40% zu senken. Wir Grünen im Neckar-Odenwald-Kreis haben uns für das Jahr 2030 als Zwillingsziel gesteckt: „Fifty-Fifty“. Damit meinen wir: 50% Einsparung und Effizienz; den „Rest“ von 50% sollen die Erneuerbaren Energien liefern. Das gilt für Strom, Wärme und Treibstoffe, für die privaten und öffentlichen Haushalte und die Betriebe. Alle sind aufgerufen, mitzudenken, mitzumachen und sich einzubringen. Es tut gut, positive Werte zu leben. Es spornt an, Teil einer Klimaschutzbewegung zu sein. Es beflügelt, Fortschritte zu erleben und die positive Stimmung für einen Bewusstseinswandel wachsen zu sehen.

 

So wird unsere Vision wahr werden

Die Bevölkerung, Kommunen, Betriebe, Kirchen - alle gesellschaftlichen Gruppen investieren in die erneuerbaren Energien.

Menschen schließen sich zu Klimaschutzgruppen zusammen und helfen sich gegenseitig. Die geplante unabhängige Energieagentur des Landkreises soll alle Akteure vernetzen. Sie soll die Kommunen, Betriebe und die Bevölkerung informieren, beraten und unterstützen. Parallel dazu qualifizieren sich die Kommunen und Betriebe, handeln entsprechend ihren Erkenntnissen und geben ihr Wissen weiter.

Von entscheidender Bedeutung ist ein zweites Fundament, nämlich die Bildung für nachhaltige Entwicklung, die auch die Vereinten Nationen fordern. Die Energieagentur stößt in diesem Bereich ebenfalls Projekte an und vernetzt Initiativen. Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, muss die Energieagentur nach und nach mit ungefähr einem Dutzend qualifizierter MitarbeiterInnen besetzt werden.

So wird unsere Vision reiche Früchte bringen: wir tragen zum Schutz des Klimas bei, schaffen mehr Arbeitsplätze vor Ort, erhalten unsere vielfältige Odenwald-Landschaft, sorgen dafür, dass mehr Geld in der Region bleibt und dass wir unseren Kindern und Enkeln eine gute und gesunde Welt übergeben.

 

Texte und Dokumente zum Thema:

Antrag für ein Regionales Energiekonzept vom 7. 1. 2008  hier klicken

Den Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Neckar-Odenwald-Kreis zur Erstellung eines „Regionalen Energiekonzeptes für Klimaschutz und Arbeitsplätze für den Neckar-Odenwald-Kreis: Fifty-fifty“ finden Sie hier als Originaltext (PDF-Datei, 125 kb)

Unsere Pressemitteilung zum Antrag vom 7. 1. 2008   hier klicken

Unsere Pressemitteilung vom 5. 12. 2007 zum Thema   hier klicken

Unser Flyer zum Themaals PDF-Datei mit 200 KB hier zum Herunterladen

 

 

Teilen Sie unsere Vision: machen Sie mit bei einer weltweiten Bewegung und tragen Sie die neuen Ideen in unsere Region!

 

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Neckar-Odenwald