|
„Für eine erneuerbare, bürgernahe und klimafreundliche Energiezukunft - Bürger übernehmen die Energieversorgung“ – mit diesem ungewöhnlichen Vorhaben stand einmal mehr konkreter Klimaschutz auf der Agenda des Kreis-Grünen Vorstandes in Mosbach. Christine Denz, Bundestagskandidatin und „regionales Urgestein für die Energiewende“, wie Kreisvorsitzende Christine Böhm formulierte, berichtete von dem neuen Projekt der Öko-Elektrizitätswerke Schönau. Die sogenannten „Stromrebellen aus dem Schwarzwald“ werben derzeit Einlagen von BürgerInnen ein für die sich in Gründung befindende Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“. Der Hintergrund: E.ON will in diesem Sommer seine 100%ige Tochter Thüga verkaufen, um einer Zwangsentflechtung durch das Kartellamt vorzubeugen. In der Thüga haben sich 90 Stadtwerke zusammengeschlossen. Das sei eine einmalige Chance, so Christine Denz, das fünftgrößte Energieunternehmen in Deutschland zumindest teilweise zu übernehmen, für die sich auch der hiesige Kreisverband einsetze. Über 1.000 Menschen haben sich bereits innerhalb der ersten drei Wochen beteiligt. Ziele der Alternativ-Aktionäre seien der Verzicht auf Atomstrom, die Förderung von Energieeffizienz und –einsparung und die weitgehend regenerative Erzeugung von Strom und Gas.
|
|
Des weiteren berichtete Christine Denz von der Anti-Atom-Demonstration in Neckarwestheim. Trotz brütender Hitze sei die Stimmung sehr gut gewesen. Zahlreiche Rednerinnen und Redner von Umweltgruppen, Bürgerinitiativen und bündnisgrüne Politiker wie „Mister Atomausstieg“, Jürgen Trittin, und der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Fritz Kuhn, forderten die vorzeitige Stilllegung der ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke. „Beim alles entscheidenden Klimaschutz stehen wir Grüne in scharfem Gegensatz sowohl zur Atompolitik von CDU und FDP als auch zur Kohlepolitik der SPD“, so Bundestagskandidatin Denz. Verlängerte Laufzeiten der Atommeiler verhinderten den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Kohle-Emissionen machten die Klimaschutz-Ziele zunichte. Den Schlusspunkt der Sitzung setzte Christine Böhm mit einem Verweis auf die überaus gut gestaltete und sehr gut angenommene Webseite des bündnisgrünen Kreisverbandes. Dem Webmaster Tim Krieger galt der einhellige Dank.
|