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Pressemitteilung 7. 6. 2004
Kreis-Grüne für Energie-Agentur und regionales Wirtschaftskonzept
Grüner Kreisvorstand in Walldürn
„Grün zieht Kreise im Kreis“ - unter diesem Motto stand die jüngste Kreisvorstandssitzung in Walldürn, die den Wahlkampf-Endspurt einläutete. „Wir wollen mindestens drei Mandate erringen, also auf Fraktionsstärke anwachsen. Entsprechend den Reaktionen aus der Bevölkerung setzen wir auf Honorierung durch die Wählerinnen und Wähler. Wir haben in den letzen fünf Jahren im Schnitt alle zwei Monate eine öffentliche Informationsveranstaltung zu aktuellen Themen angeboten und damit versucht, auch zwischen den Wahlterminen die Menschen anzusprechen und den Landkreis voranzubringen. Wir arbeiten kontinuierlich und sind verlässliche Ansprechpartnerinnen. Die gute sachlich fundierte Kreistagsarbeit von Gabriele Metzger aus Elztal und Erna Schmidt aus Billigheim tut ein Übriges dazu. Wir Grüne stehen seit 20 Jahren für eine konstruktive und sachbezogene Kreispolitik. Unser Engagement gilt einer ökologischen, sozialen und an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichteten Kreispolitik“, eröffnete Kreisvorsitzende Christine Böhm aus Walldürn mit einem Resümee und einem Ausblick die Versammlung. Alle Kreisvorstandsmitglieder stellen sich für die nächste Wahlperiode dem Votum der Bevölkerung: Christine Böhm für Walldürn, Christine Denz für Mosbach, Siglinde Mack für Seckach, Andrea Schulz für Walldürn und Edgar Münch für Buchen.
„Wir Grüne haben traditionell offene Listen, so dass wir außer unseren Mitgliedern schon immer weitere profilierte Fachleute mit Schwerpunkt auf ökologischem und sozialem Gebiet präsentieren können. Auch bei ökonomischen und Arbeitsmarktfragenstehen wir gut aufgestellt da. Nur bei uns liegt der Frauanteil bei über 54% der Kreistagskandidatinnen. Wir machen mit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen Ernst“, ergänzte Kreisvorsitzende Christine Denz die Ausführungen ihrer Kollegin.
Begrüßt wurde die nahende Stilllegung des Kernkraftwerks Obrigheim; damit gäbe es für die Menschen und die Umwelt ein Risiko weniger. Mit zahlreichen Besuchen von Landtags- und Bundestagsabgeordneten (Fritz Kuhn, Rezzo Schlauch, Dr. Walter Witzel, Theresia Bauer) und Gesprächen mit im Landkreis Verantwortlichen haben die Kreis-Grünen viele Initiativen gestartet, um ein regionales Wirtschaftskonzept zu entwickeln. Bis jetzt sei aber der politische Wille zum Umsteuern sehr schwach ausgeprägt. Besonderes Augenmerk werde in der künftigen Kreistagsarbeit auf die Sondermülldeponie Billigheim gelegt.
Auch der Landkreis müsse sich beteiligen an der Umwandlung des Atom- und Ölzeitalters in die Periode der klimaverträglichen Sanften Energien. Das alte Denken müsse durch Zukunftsgerichtetheit abgelöst werden. Man wolle sich dafür einsetzen, dass der Landkreis eine Energie-Agentur einrichte, die als Schaltstelle sowohl Privatleute als auch Betriebe bei Energieeinsparungen und den erneuerbaren Energien fachkundig und vor allem unabhängig berate. Das würde viele neue Arbeitsplätze bescheren, die zwangsläufig in der Region blieben. Klein- und mittelständische Betriebe und Handwerker würden profitieren. Ebenso würden die Landwirte daraus ungeheuren Nutzen ziehen können; heute schon schaffen sie sich ein neues wirtschaftliches Standbein, indem sie auf ihren großflächigen Scheunen und Ställen Photovoltaikanlagen installieren. Auch die Verpachtung von Land für Windkraftanlagen bringe sichere Gewinne. Biomassekraftwerke überall im Landkreis würden kein Traum bleiben. Auch dadurch werde ein regionaler Wirtschaftskreislauf in Gang gesetzt und der Kreis-Wirtschaftsmotor am Laufen gehalten.
Des Weiteren wurden die Chancen herausgehoben, die sich durch den jüngst vollzogenen Beitritt zum Geo-Park Odenwald ergeben. Der Sanfte Tourismus, der eng mit dem Naturschutz zusammenhänge, gewinne immer mehr überzeugte Anhänger. Der Landkreis müsse dazu rasch ein schlüssiges Konzept erarbeiten, das die vielen Akteure einbinde, die jetzt schon aktiv seien. Der Vorstand sprach sich einmütig für die sensible Nutzung der Windkraft aus. Man solle umdenken; denn die „Sanften Riesen“ seien ein Symbol für saubere Luft und Klimaschutz. Weitere Informationen über den Grünen Kreisverband sind im Internet unter www.gruene-nok.de zu finden.
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