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Pressemitteilung, 17. August 2005
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„Klimaschutz ist ein noch schlafender Riese“
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Grüner Bundestagskandidat Tobias Stindl informiert sich bei Solarunternehmer
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Auf Informationsreise durch seinen Wahlkreis Odenwald-Tauber machte Tobias Stindl, der Bundestagskandidat von Bündnis 90/die Grünen, Station bei dem Solarunternehmer Armin Hambrecht, Fa. SolarArt e. K. in Lauda. Begleitet wurde er von den beiden hiesigen Kreisvorsitzenden Christine Böhm und Christine Denz. Das Gespräch drehte sich um die Arbeitsplatzsituation im Zusammenhang mit den erneuerbaren Energien, um die mit der Energiewende verbundenen Chancen und den unabdingbaren Klimaschutz. Tobias Stindl resümierte abschließend: „Der Komplex Arbeitsplätze plus Klimaschutz ist in vielerlei Hinsicht noch ein schlafender Riese.“
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Hambrecht stellte eingangs seinen 1998 gegründeten Betrieb vor. Mit dem Solar-Boom wuchs auch die Firma. Sie beschäftigt mittlerweile 4 junge Mitarbeiter/innen, dazu im Außendienst 5 freie Mitarbeiter/innen. Rechnet man die Zulieferbetriebe hinzu, kommt man auf 20 von der Unternehmung abhängige Arbeitsplätze. Hambrecht erläuterte, dass der Main-Tauber-Kreis heute der Landkreis mit der höchsten Solarunternehmerdichte in Baden-Württemberg sei. Seit 2000 wachse der Solarmarkt – am stärksten der Fotovoltaikmarkt -, weil die Regierung sich zu besseren Förderbedingungen entschlossen habe. Christine Denz fügte hinzu, dass die Bevölkerung im Neckar-Odenwald-Kreis sehr aufgeschlossen gegenüber der sauberen Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse sei. Aufgrund der guten Förderbedingungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sei auch die Biomasse stark im Kommen. Land- und Forstwirte würden so mehr und mehr zu Energiewirten.
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Tobias Stindl fragte gezielt nach den Gründen, warum denn gerade jetzt in der sonnenreichen Zeit so viele Käufer auf ihre Solaranlage warten müssten. Das läge zum Einen an der starken Nachfrage besonders aus China und Indien; zum Anderen aber auch an dem Mangel an Rohsilizium, einem der Grundstoffe für Fotovoltaikmodule. Aufgrund der psychologischen Unsicherheit, die CDU und FDP vor zwei Jahren durch ihr Schlechtreden vor der Novellierung des EEG bewirkt hätten, hätten daraufhin viele deutsche Firmen gezögert, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern. „Nun haben wir den Salat“, kommentierte Tobias Stindl. „Wir könnten noch weitaus mehr Arbeitsplätze in der Region haben. Auch die aktuelle Diskussion in CDU/CSU und FDP ist nicht hilfreich.“ Er wies darauf hin, dass Beratung, Installation und Wartung in der Regel von Betrieben vor Ort vorgenommen werden. Zu ihnen müsse der Kunde auch Vertrauen haben, handle es sich doch durchweg um langfristige Investitionen. Damit schlug Stindl einen weiteren Bogen zum Klimaschutz.
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Mit Hilfe von Schaubildern zeigte A. Hambrecht die beängstigende Faktenlage bezüglich des CO2-Anstiegs auf. Wenn man heute anfangen würde, die CO2-Konzentration sofort um 50% zu reduzieren, würde es wegen der atmosphärischen Trägheit hundert Jahre dauern, bis sich die Wirkungen zeigen. Derzeitiges Ziel der Bundesregierung sei die allmähliche Reduktion von lediglich 20% - bis zum Jahr 2020. Die erneuerbaren Energien lieferten derzeit einen Minderungsbeitrag von immerhin 24%. „Also müssen wir auch noch viel mehr für die Energie-Effizienz, für die Gebäudesanierung und zur Unterstützung der Biomasse tun“, schloss Tobias Stindl messerscharf. Dazu komme, dass die Ölpreise davon galoppieren. Ein Rückgang sei nicht abzusehen. Da sei es Ziel führend, Energie zu sparen, sie wirksamer zu nutzen und die Erneuerbaren auszubauen. Das sei Grüne Politik seit Jahren . “Da gehen Klimaschutz und Arbeitsplätze Hand in Hand.“
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