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Pressemitteilung, 6. 9. 2005

Reizvolle Rad-Tour der Grünen vom Odenwald ins Bauland

Strahlender Sonnenschein und eben solche Stimmung begleiteten die sonntägliche Rad-Tour, zu der die Neckar-Odenwälder Grünen eingeladen hatten. Die Teilnehmer erradelten die Schönheiten der Region, bestaunten so manche Stein gewordene Dorfschönheit abseits der üblichen Auto-Routen und genossen das lichtdurchflutete Grün auf den vielen kühlen Waldwegen. Der Weg führte von Mosbach aus über den Knopfhof durch das Schefflenz- und dann das Jagsttal, bis sie nach dem Neckartal-Radweg wieder in Mosbach endete. Bewusst wurde diese Richtung gewählt.. Ist doch der Odenwald durch verschiedene Aktionen gut bekannt, aber nicht so die ebenso reizvolle Verbindung zum Bauland und zum Landkreis Heilbronn. Am Weg lagen auch viele Grüne Politikfelder, die zu Gesprächen reizten und eine gute Gelegenheit für den jungen Grünen Bundestagskandidaten Tobias Stindl aus dem Main-Tauber-Kreis boten, sich mit einigen hiesigen Gegebenheiten vertraut zu machen. Kundige Wegführerin war Barbara Klein vom Grünen Kreisvorstand. Ihre Kollegin und Mosbacher Stadträtin Christine Denz und deren Gemeinderatskollege Willy Heidmann erläuterten die jeweiligen Stationen vor Ort.

Nach dem schweißtreibenden Anstieg bot sich mit dem Knopfhof eine zweifache Gele-genheit zur Diskussion. Denn mitten durch die landschaftlich schöne Hochebene mit Panorama-Blick bis zum Katzenbuckel zieht sich eine Hochspannungsstromleitung. „Das ist doch eine Landschaftsverschandelung, die auch noch Elektro-Smog aussendet“, meinte eine Teilnehmerin. Der Grüne Gegen-Entwurf mit den erneuerbaren Energien mache viele Hochspannungsleitungen überflüssig, wenn der Strom dezentral erzeugt und regional gebraucht werde, erläuterte Tobias Stindl. Dann reichten oft Niederspannungsnetze. Windkraftwerke z. B. seien so im Regionalplan ausgewiesen, dass sie weitgehend in die Landschaft integriert würden, ergänzte Christine Denz. Strom komme mal eben nicht infolge von Steckdosen; die Erzeugung sei nicht anonym. Sie werde gerade mit den erneuerbaren Energien sichtbar. Damit lenkte sie den Blick der Gäste auf die große Solarstromanlage auf einem privaten Hausdach.

Verwundert fragte Tobias Stindl nach der Notwendigkeit für ein so großes Baugebiet wie dem Knopfhof angesichts der stagnierenden Bevölkerungsentwicklung. Auch müsse man doch mit der Landschaft haushalten. Man solle doch die Ortskerne stärken. Willy Heidmann „beruhigte“, dass nach dem starken Einsatz einer Bürgerinitiative und finanziellen Schwierigkeiten der Stadt Mosbach das Vorhaben zumindest auf Eis gelegt und Alternativen gefunden worden seien.

Im weiteren Verlauf der Radtour folgte und kreuzte man diverse Rad-Wege, so u. a. auch die Öko-Regio-Tour. Diese führt im Landkreis Heilbronn zu verschiedenen Orten mit praktizierter Ökologie. Je näher die Radel-Gruppe dem Jagst- und dann dem Neckartal.Radweg kam, desto belebter wurde die Strecke. Als Erkenntnis schälte sich heraus, dass landkreisgrenzen-überschreitende Karten gebraucht würden, so wie sie bereits für den Odenwald mit dem badischen, dem hessischen und dem bayerischen Teil vorliegen. „Dann werden auch mehr RadlerInnen so einen schönen Tag wie wir heute erleben können“, unterstrich Tobias Stidl den konstruktiven Vorschlag.