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Presseanschreiben, 18. 10. 2008
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Keine Pause für den Klimaschutz!
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Zum Leserbrief von Dr. Adolf Schmidt vom 9. 10. 2008
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Euphorie hat tatsächlich in den wenigsten Fällen mit vernünftigem Nachdenken zu tun. So hat Dr. Schmidt Recht, wenn er auf die im Gegensatz zu Wind geradezu „miserable“ energetische Ausbeute von Mais hinweist. Nochmals im Vergleich: ein 2 Megawatt-Windrad erzeugt den Jahresbedarf an Strom für ca. 4.000 Menschen. Um mit Bioenergie dieselbe Menge Strom zu erzeugen (4,5 Mio kWh), braucht man ca.250 ha Ackerfläche.
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Doch wider besseres Wissen bleiben BA-WÜ und damit auch der NOK mit besonderer Unterstützung aus CDU-Reihen weitestgehend Windverhinderungsregionen. Stattdessen wird hier auf prestigeträchtige, doch ineffizientere Biomassekraftwerke gesetzt, deren erzeugte Wärme fast ungenutzt verpufft (Obrigheim, Buchen). Und während aktuell bundesweit alle Kräfte zur Überwindung der Finanzkrise gebündelt werden, verliert der Klimaschutz darüber hinaus rapide an Aufmerksamkeit. Aus Teilen der Union sowie der Wirtschaft wird gar der Ruf nach einer „Pause im Klimaschutz“ laut.
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Zur besseren Erinnerung: Die Schäden als Folge des sich immer mehr beschleunigenden Klimawandels belaufen sich derzeit lt. einer neuen EU-Studie auf mindestens 2 Billionen (das sind 12 Nullen) – jährlich! Angesagt sind also mehr Investitionen in den Klimaschutz, ein „Konjunkturprogramm für die Zukunft“!
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Die Grüne Kreistagsfraktion hat 2006 an die Kreisverwaltung den Antrag gestellt, „Biomassepotenzial, Stoffströme und Standortplanung im NOK“ zu untersuchen. Ein Ergebnis: „Während die Landwirtschaftsverwaltung erschließbare Potentiale erkennt, sehen die Forstverwaltung und die AWN den Biomasserohstoffmarkt im NOK unter Berücksichtigung der vorhandenen und geplanten Anlagen bei den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits weitgehend als erschöpft an.“ Die Ergebnisse wurden vom Kreistag einstimmig angenommen. Unter www.gruene-nok.de/biomasse.pdf sind die vollständigen Dokumente nachzulesen.
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Daher unser Appell: Wirksamer Klimaschutz bleibt auch zu Zeiten kriselnder Finanzmärkte überlebenswichtig!
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Christine Böhm, Walldürn, und Christine Denz, Mosbach
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Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NOK
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