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Rhein-Neckar-Zeitung, 19. Mai 2010
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Auf den Katzenbuckel kommt kein Sendemast
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Von Ursula Brinkmann
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Waldbrunn. Jetzt ist die Sache klar entschieden. Mit einem einstimmigen Votum legte der Gemeinderat Waldbrunn in seiner Mai-Sitzung fest: Auf den Katzenbuckelgipfel kommt kein Sendemast. Die Beschlussempfehlung der Gemeindeverwaltung zum notwendigen Aufbau des Digitalfunknetzes ging auf den Alternativvorschlag ein, der durch das Gutachten der örtlichen NABU-Gruppe ins Spiel gekommen war. Nun werden statt eines neu zu errichtenden Funkmasts auf dem Katzenbuckel, der das Landschaftsbild sehr beeinträchtigt hätte, drei Standorte dafür sorgen, dass in Waldbrunn und Umgebung Rettungs- und Sicherheitskräfte angefunkt werden können.
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Dafür müssen zwei Masten neu gebaut werden. Ganz neu wird ein Funkmast im oberen, nördlichen Teil des Gewanns Ebnet sein, nordöstlich vom Vulkangipfel, 60 Meter hoch und aus Schleuderbeton. Er soll zudem für private Nutzer zugänglich sein, so wie die beiden weiteren Standorte der Dreimastkombi: Der Fernmeldeturm auf der Reisenbacher Höhe hat fast schon alle Voraussetzungen, die gebraucht werden. Er wird von der Deutschen Telekom betrieben, so dass andere Nutzer an diese Miete entrichten müssen. In Schollbrunn steht ein Polizeifunkmast mit einer Höhe von 37 Metern. Dieser wird durch einen neuen, leicht verlängerten Masten ersetzt, der mit vier Spiegeln besetzt sein wird. Er soll für private Mobilfunkbetreiber zugänglich gemacht werden, so dass hier nicht Miete gezahlt werden muss, sondern reinkommt. Das alte Relais wird abgerissen.
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Seit 2007 arbeitet die Bundesanstalt BDBOS an einem digitalen Funknetz für Deutschland mit ca. 4000 Stationen, und nicht nur in der Gemeinde Waldbrunn war es zu Verzögerungen wegen der Standortfrage gekommen, die vom Gemeinderat zu beantworten ist. Wenige Tage vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung waren die in der Diskussion befindlichen Funkmaststandorte - es gab noch eine Alternative mit den Punkten Imberg, Rote Sohl und Markgrafenhöhe, einer Netzabdeckung von 100 Prozent, aber einer Kostenschätzung von 1,4 Mio. Euro - bereits in Ortschaftsratssitzungen in den betroffenen Gemeinden unter die Lupe genommen worden. In beiden Gremien empfahl man nahezu einstimmig die Ebnet-Schollbrunn-Reisenbach-Lösung; bei dieser Variante beträgt die Funkausleuchtung 95 Prozent, für den Höchst-Einzelmast "nur" 90.
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