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Pressemitteilung, 1. 10. 2006
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Grüne aktiv gegen drohende Streckenstilllegung und für Alternativen zur Odenwald-Transversale
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Viele offene Fragen bei Grüner „Verkehrs“schau im Kreisgebiet
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Beeindruckt zeigte sich der Grüne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl in Buchen bei seiner Teilnahme an der Bahn-Demonstration am vergangenen Freitag sowohl von der stattlichen Anzahl der demonstrierenden SchülerInnen als auch vom Ideenreichtum der von ihnen angefertigten Plakate. Bereits im Sommer hatte sein Fraktionskollege, der Grüne Verkehrsexperte Boris Palmer, auf die drohenden Stilllegungspläne der Bahn hingewiesen, was jedoch zum damaligen Zeitpunkt noch von offizieller Seite als Kassandra-Ruf abgetan wurde. „Die Grüne Landtagsfraktion steht geschlossen hinter den Anstrengungen des Landkreises, die Bahnstrecke Seckach-Miltenberg zu erhalten!“, unterstützte der Grüne Politiker die Forderung der DemonstrantInnen nach der Beibehaltung der Madonnenlandbahn und trug sich ostentativ in die ausgelegten Unterschriftslisten ein.
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Auf einer „Verkehrsschau“ zahlreicher heiß diskutierter Verkehrsprojekte befand sich der Grüne Landespolitiker zusammen mit VertreterInnen der Kreisgrünen. In Begleitung der beiden Kreisvorsitzenden Christine Denz und Christine Böhm informierte sich Sckerl zunächst in einem Gespräch mit Landrat Dr. Brötel über die aktuellen Verkehrspläne im Kreisgebiet. Die immer noch drohende Stilllegung der Madonnenlandbahn wurde von allen Seiten einmütig abgelehnt. Zudem standen die Pläne zum Bau der Transversale sowie die geplante Neckarbrücke in Zwingenberg auf der Tagesordnung der Gesprächsrunde.
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Viele offene Fragen sehen die Grünen nach wie vor bei der Planung der Odenwald-Transversale. So konnten ihre Zweifel an den vermuteten Verkehrszahlen nicht beseitigt werden. Des Weiteren sahen sie bei weitem nicht die Möglichkeiten ausgeschöpft, den vorhergesagten Verkehr auf mögliche attraktivere ÖPNV-Angebote umzuleiten. Insbesondere das Grüne Mitglied und BIO-Stadtrat Rainer Miksch aus Osterburken sah seine frühzeitig geäußerten Befürchtungen über die Verkehrsfolgen der „großen“ Umgehung von Adelsheim bestätigt. Die Grünen hätten damals nicht „A“ zum Bau dieser Straße gesagt und müssten nun auch nicht zwangsläufig „B“ zur Transversale sagen, unterstrich Christine Böhm die kritische Haltung der Kreisgrünen gegenüber den Bauplänen. Christine Denz ergänzte, es sei nicht hinzumehmen, dass der Kreis mit dem Straßenbau nun die Zeche für die zunehmende Zahl der Mautumfahrer zahle und forderte einen auch den ÖPNV einschließenden „Generalverkehrsplan“ für den gesamten Kreis.
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Anschließend machte sich MdL Uli Sckerl bei einem Vor-Ort-Termin oberhalb von Hemsbach dann selbst ein Bild von den möglichen Auswirkungen der Odenwald-Transversale. Werden die Planungen Wirklichkeit, wird eine riesige Brücke das Rinschbachtal dominieren – und letztendlich zerstören. Denn erhebliche Einschnitte in das Landschaftsbild und in die Natur werden die Folgen sein. Auch die Menschen werden davon nicht unberührt bleiben. Uli Sckerl kommentierte: „Das ist so nicht hinzunehmen. Es müssen alternative Wege gefunden werden, die menschen- und naturverträglicher sind.“
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