Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neckar-Odenwald

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Presse 2010

 

Presseanschreiben, 28. September 2010

 

Bürger-Windpark in Mudau Steinbach

Jedes Ding hat mindestens zwei Seiten, der neue Bürger-Windpark in Mudau-Steinbach mit seinen drei „sanften Riesen“ noch einige gute mehr: schadstofffrei im Betrieb, ackerflächensparend, ohne Endlager-Problematik, langfristig wirkend für das Klima und damit für unser aller Zukunft und – für die Wirtschaftlichkeit.

Ackerflächensparend: Einem Hektar Ackerfläche für die Windkraft-Nutzung stehen bei demselben Stromertrag ca. 7.000 Hektar Ackerfläche für die Biomasse-Nutzung gegenüber, z. B. in einer Biogasanlage. Wirtschaftlich: die Windpark-GmbH als Betreibergesellschaft und die InvestorInnen zahlen nicht unerhebliche Steuerbeträge an ihre jeweilige Gemeinde bzw. an das hiesige Finanzamt, ebenso der Verpächter. Dieses ist ein Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion lange ein Mauerblümchen-Dasein führte. Hier liegen bei uns im Ländlichen Raum noch viele ungehobene wirtschaftliche Schätze! Auch in den 4. Bürger-Windpark haben fast ausschließlich Menschen aus der Region investiert. Je mehr BürgerInnen aus dem NOK vor Ort in die erneuerbaren Energien investieren, desto mehr Geld fließt in den hiesigen Wirtschaftskreislauf zurück. Eine aktuelle Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW hat beispielhaft für den Rhein-Hunsrück-Kreis eine gesamte kommunale Wertschöpfung in Bezug auf alle erneuerbaren Energien in Höhe von 9,4 Mio Euro im Jahr 2009 errechnet, nachzulesen unter www.unendlich-viel-energie.de. Ich vermute, dass im NOK ähnliche Werte erzielt werden. 

Zehn lange Jahre sind seit den ersten Planungen für den Bürger-Windpark vergangen, wie die RNZ am 7. 9. 2010 berichtete. Wenn ich nun den Gedanken fort spinne: „Was wäre wenn …. die Windkraftanlagen gleich genehmigt worden wären“ -  dann hätten einige hiesige Gemeinden schon heute erheblich mehr als jetzt im klammen Haushaltssäckel. Es ist auch der Hartnäckigkeit, dem wirtschaftlichen Sachverstand und dem Idealismus des Quartetts Elke Herkert, Uwe Steiff, Bernd Scheuermann (alle Buchen) und Bernd Brunner (Mosbach) zu verdanken, dass wir im Neckar-Odenwald-Kreis in puncto Nutzung der erneuerbaren Energien so gut da stehen. Hut ab!

 

Christine Denz, Mosbach

Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NOK