Bündnis 90/Die Grünen

Kreisverband Neckar-Odenwald

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Presse 2007

 

Pressemitteilung, 12. Februar 2007

 

Grüne stemmen sich gegen Zugkürzungen                               

„In allen Fahrplankonferenzen, auch in der für die Region um den Neckar-Odenwald-Kreis, ist deutlich geworden, dass viele der zur Streichung vorgesehenen Zugverbindungen massive Verschlechterungen für Pendler und Schüler bedeuten“, so die beiden Grünen Kreisvorsitzenden Christine Denz, Mosbach, und Christine Böhm, Walldürn. Mit zahlreichen Protest-Unterschriften würden die Betroffenen beispielsweise auf Zugstreichungen auf der Strecke Heilbronn – Osterburken – Würzburg reagieren. In einem Gespräch mit MdL Uli Sckerl berichtete dieser vom einem letzten Versuch der Grünen Landtagsfraktion, doch noch eine teilweise Aufstockung der Landeszuschüsse zu erreichen. Die Grünen beantragen deshalb in der letzten Lesung des Landeshaushaltes am heutigen Mittwoch 5 Mio. EUR jährlich, um wenigstens die schlimmsten Folgen von Zugstreichungen noch für den Sommerfahrplan vermeiden zu können. In der vergangenen Woche waren Anträge der Grünen und der SPD im Landtag gescheitert, den Schienenverkehr im bisherigen Umfang beizubehalten. In der namentlichen Abstimmung hatte auch der Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk, für die Streichungen gestimmt. Sckerl berichtete nun aus der Landtagsdebatte, dass selbst Innenminister Rech zugestehen musste, einige Härten überprüfen zu müssen. Der Vertrag des Landes mit der Deutschen Bahn beinhalte allerdings, dass jetzt abbestellte Züge  mit einer Ersparnis von Euro 5,80 pro km später nur zu einem höheren Preis - nämlich Euro 8,50 pro km - wieder bestellt werden können. Wenn also aufgrund der Erfahrungen in den Regionen zum Winterfahrplan Verbindungen wieder aufgenommen werden müssten, so Sckerl, sei der gleiche Zugkilometer plötzlich Euro 2,70 teurer. Das ergebe sich aus dem "grottenschlechten" Verkehrsvertrag des Landes mit der DB.

"Wenn es möglich ist, über Nacht für eine Privatuniversität 1,5 Mio. Euro zusätzlich im Landeshaushalt zu entdecken, und wenn das Geld des Nahverkehrs dafür reicht, beim Sechs-Tage-Rennen in Stuttgart ein Team mit dem größten Reklamestand der Halle zu sponsern, dann gibt es keine Ausreden mehr. Unser Antrag ist die letzte Weiche vor dem Prellbock", so Sckerl.

12. Februar 2007, Walldürn/Mosbach

Die Kreisvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen NOK

Christine Böhm und Christine Denz