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21Nov

Einsatz für Holzverladestelle erfolgreich

Bun­des­tags­wahl und Mann­heimer Schlachthof beschäf­tigen Kreis­grüne

Die baden-würt­tem­ber­gi­schen Grünen haben am Wochen­ende die Hei­del­berger Finanz- und Wirt­schafts­ex­pertin Sandra Detzer zur neuen Lan­des­vor­sit­zenden an der Seite von Oliver Hil­den­brand gewählt und über ihre Spitzenkandidat*innen für die Bun­des­tags­wahl ent­schieden. Für die Kreis­grünen steht schon seit Anfang Oktober fest, dass die frü­here Land­tags­ab­ge­ord­nete Char­lotte Schei­de­wind-Hart­nagel für sie in den Bun­des­tags­wahl­kampf ziehen wird. Erste Pla­nungen hat der Vor­stand von Bündnis 90/Die Grünen in seiner jüngsten Sit­zung in Angriff genommen. Die Vor­sit­zenden Gabi Metzger und Hans-Detlef Ott freuen sich, dass mit Schnei­de­wind-Hart­nagel nach vielen Jahren wieder eine Kan­di­datin für den Bun­des­tags­wahl­kreis Oden­wald-Tauber antritt: „Mit dieser ein­stim­migen Mit­glie­der­ent­schei­dung haben wir gute Vor­aus­set­zungen für einen aktiven Wahl­kampf 2017.“

Inhalt­lich wid­meten sich die Kreis­vor­stände den urgrünen Themen Natur­schutz und Land­wirt­schaft. Eng ver­bunden damit ist für sie die aktuell bri­sante Frage, ob der Mann­heimer Schlachthof geschlossen werden soll. Ein Unding, findet Vor­stands­mit­glied Amelie Pfeiffer, denn „wenn wir auf Direkt­ver­mark­tung und hohe Qua­lität der Lebens­mittel Wert legen – und dafür stehen wir Grünen –, dann muss es dafür auch eine Infra­struktur geben.“ Bei der dro­henden Schlie­ßung des so genannten Fleisch­ver­sor­gungs­zen­trums Mann­heim gehe es nicht nur um 170 Arbeits­plätze, son­dern auch darum, Land­wirten die Mög­lich­keit zu erhalten, regional zu schlachten. Auch Schwei­ne­mäster aus dem Neckar-Oden­wald-Kreis wären direkt betroffen“, mahnte Pfeiffer. Lan­des­weit würden Schlacht­höfe geschlossen und so eine wich­tige Infra­struktur zer­stört. „Wie brau­chen diese Infra­struktur aber, um die Exis­tenz bäu­er­li­cher Fami­li­en­be­triebe zu erhalten und die Erzeu­gung qua­li­tativ hoch­wer­tiger regio­naler Lebens­mittel zu ermög­li­chen“, sagte sie.

Auch beim Kreis­be­such der grünen Staats­se­kre­täre Dr. André Bau­mann (Umwelt­mi­nis­te­rium) und Dr. Gisela Splett (Finanz­mi­nis­te­rium) war das Fleisch­ver­sor­gungs­zen­trum Thema: Bei deren Visite war es kürz­lich um den Flä­chen­an­kauf von natur­schutz­re­le­vanten Grund­stü­cken durch das Land und deren Pflege durch hei­mi­sche Land­wirte gegangen. Kreis­rätin Simone Heitz brachte bei der Gele­gen­heit zur Sprache, dass auch die hie­sigen Grünen sich um eine even­tu­elle Schlacht­hof­schlie­ßung sorgen.

The­ma­ti­siert hat die Vor­stands­runde auch die Neu­auf­lage des Nah­ver­kehrs­plans für den NOK, die ver­gan­gene Woche auf der Agenda des Aus­schusses für Wirt­schaft und Ver­kehr im Landtag stand. Wer den Nah­ver­kehr nutzt, ist wei­terhin auf­ge­rufen, Anre­gungen für Ver­bes­se­rungen ein­zu­bringen.

Posi­tive Nach­richten gab es zur Holz­ver­la­dung Mos­bach-Neckarelz, die bestehen bleibt: Heitz dankte dem ver­kehrs­po­li­ti­schen Spre­cher der grünen Bun­des­tags­frak­tion MdB Mat­thias Gastel, der über Anfragen und Hin­ter­grund­ge­spräche für den Erhalt gekämpft hat, sowie der grünen Land­tags­frak­tion, die eben­falls für den Erhalt der Güter­ver­kehrs­stellen ein­ge­treten war.

veröffentlicht am 21.11.2016 mit den Schlagwörtern , ,