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11Feb

Stutenmilchfarm Zollmann – erfolgreich arbeiten und gut leben im ländlichen Raum

Wie ein Fami­li­en­be­trieb im länd­li­chen Raum öko­lo­gisch und öko­no­misch erfolg­reich arbeitet, das sollte beim Besuch der stell­ver­tre­tenden Frak­ti­ons­chefin der Grünen im Landtag, Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel, in Wald­brunn-Mülben vor­ge­stellt werden. Dazu hatte die Abge­ord­nete zum Besuch der Stu­ten­milch­farm Zoll­mann ein­ge­laden. Jette Zoll­mann, die in dritter Genera­tion den Betrieb anteilig führt, ließ zunächst bei einer Stu­ten­milch- und Kumys-Ver­kos­tung alle Gäste das Haupt­pro­dukt des Betriebs pro­bieren. Dabei ging die Agrar­wis­sen­schaft­lerin auf die ernäh­rungs- und gesund­heits­ty­pi­schen Vor­züge der Stu­ten­milch ein.

Ihr Groß­vater Dr. Rudolf Storch, selbst an Tuber­ku­lose erkrankt, hatte Stu­ten­milch wäh­rend seiner rus­si­schen Gefan­gen­schaft kennen- und schätzen gelernt. Er trug die Idee zunächst in den Frei­burger Raum um dann im Neckar-Oden­wald-Kreis Fuß zu fassen. Seine Tochter Gudrun und ihr Mann, der Tier­arzt und Inhaber des heu­tigen Betriebes, Hans Zoll­mann, bauten den Demeter-Betrieb zur größten Stu­ten­milch­farm Deutsch­lands aus. Drei der vier Töchter von Gudrun und Hans Zoll­mann, sind in den Berei­chen Pfer­de­zucht, Land­wirt­schaft und Lebens­mit­tel­technik im Betrieb füh­rend tätig. Gemeinsam setzt man die Idee des kon­se­quent öko­lo­gi­schen Wirt­schaf­tens um und stellt ver­schie­dene Stu­ten­milch­pro­dukte aus der fri­schen und ver­go­renen Stu­ten­milch im Eigen­be­trieb her. Natur­be­las­sene Stu­ten­milch­kos­metik lässt man regional her­stellen und ver­treibt diese zusätz­lich.

Bei der Gestüts­be­sich­ti­gung stand der Melkstand, der von Jette Zoll­mann als Bachelor-Arbeit an der Uni­ver­sität Hohen­heim selbst kon­zi­piert wurde, im Mit­tel­punkt. Auch im Foh­len­stall wurde die Über­zeu­gung und das enorme Wissen zur art­ge­rechten Hal­tung der Pferde deut­lich.

Bei einer gemein­samen Gesprächs­runde zum Abschluss erläu­terte Hans Zoll­mann, der auch als Berater in Sachen Kumys für das Land Kasach­stan tätig ist, die Pio­nier­ar­beit, die die Familie geleistet hat und immer noch leistet. Täg­lich stellen sich neue Her­aus­for­de­rungen, denen man sich hin­sicht­lich der öko­lo­gi­schen Aus­rich­tung und den ört­li­chen Gege­ben­heiten gerne stellt. Wichtig sei es, die Ziel­rich­tung nicht zu ver­gessen und alle Vor­teile, die der länd­liche Raum mit sich bringt, zu nutzen. Das ent­wi­ckeln dieser Ideen, das enge gemein­same Arbeiten und Leben mit den Töch­tern und den vor Ort sechs Enke­linnen, sei in dieser Frei­heit nur im Grünen, auf dem Land mög­lich, so Hans Zoll­mann.

Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel dankte der Familie Zoll­mann für die umfas­senden Infor­ma­tionen und den lehr­rei­chen Tag: „Zoll­manns Stu­ten­milch­farm ist für mich das gelun­gene Bei­spiel einer inno­va­tiven Idee, die kon­se­quent und mit voller Über­zeu­gung umge­setzt wird. Öko­logie und Öko­nomie treffen hier gewinn­brin­gend auf­ein­ander und zeigen die Poten­tiale unseres länd­li­chen Raumes. Ich werde schon bald wieder kommen, dann in Beglei­tung von Land­wirt­schafts­mi­nister Alex­ander Bonde, der diesen Vor­zei­ge­be­trieb im April gerne ken­nen­lernen möchte.“

(Pres­se­mit­tei­lung von MdL Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel)

veröffentlicht am 11.02.2014 mit den Schlagwörtern ,