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04Jun

Klimaschutz und Gesundheitsversorgung zentral

Simone Heitz als Frak­ti­ons­vor­sit­zende bestä­tigt

Vier plus eins ergibt die neue fünf­köp­fige grüne Kreis­tags­frak­tion. Gut gestimmt ob ihres Stim­men­zu­wachses traf sie sich nur wenige Tage nach der Kreis­tags­wahl zu ihrer konsti­tu­ie­renden Sitzung in Mosbach. Einmütig bestä­tigte die Frak­tion Simone Heitz in ihrem Amt als Frak­ti­ons­vor­sit­zende. Dank spra­chen sie ihren Wähle­rinnen und Wählern für das gezeigte Vertrauen aus. Simone Heitz: „Unser Bestreben bleibt weiterhin, ökolo­gi­sche, soziale und wirt­schaft­liche Gesichts­punkte stets zusammen zu denken und darüber das Gespräch mit der Bevöl­ke­rung zu suchen.“ Gabi Metzger aus Elztal wurde das siebte Mal in Folge in den Kreistag gewählt, ist damit dienst­äl­teste Kreis­rätin. Das bishe­rige Damen­quar­tett mit Chris­tine Denz, Simone Heitz, Gabi Metzger und Doro­thee Roos erwei­tert nun der Land­wirt Georg Moser aus Mudau-Stein­bach. Insge­samt sei dem Wähler­willen mit der Vertei­lung der Sitze voll Rech­nung getragen.

Schwer­punkte für die aktu­elle kommu­nal­po­li­ti­sche Arbeit bilden zunächst das künf­tige Klima­schutz­kon­zept und die finan­zi­elle Sanie­rung der NO-Kliniken. In der letzten Kreis­tags­sit­zung hatte Prof. Dr. Peter Heck vom IfaS-Institut das umfang­reiche „Klima­schutz­ba­sierte Inves­ti­ti­ons­kon­zept für den NOK“ unter dem Beifall der Kreis­räte vorge­stellt. Auf der Webseite des Land­kreises kann man es nach­lesen. Es umfasst Maßnahmen für die Kommunen, für Betriebe und die Bevöl­ke­rung – „eine drin­gend anzu­ge­hende Mammut­auf­gabe“, so Kreis­rätin und Ener­gie­fach­frau Chris­tine Denz. Die Klima­ver­än­de­rungen seien sichtbar, rein mora­lisch-ethi­sche Appelle zur Zukunft kommender Genera­tionen verhallten meis­tens ohne Konse­quenzen.

In dem mit Zahlen hinter­legten Konzept wird das hohe wirt­schaft­liche Poten­tial und die enorme Wert­schöp­fung für die Region aufge­zeigt – die Vorteile müssten jedem einleuchten. Um die Inves­ti­tionen stemmen zu können, legen Land und Bund Förder­pro­gramme auf. Beson­ders freute es die Frak­ti­ons­mit­glieder, dass damit ihrem bereits 2008 gestellten Antrag für ein „Regio­nales Ener­gie­kon­zept für Klima­schutz und Arbeits­plätze“ entspro­chen wird. Ziel ist, den Kreis bis zum Jahr 2030 emis­si­ons­frei zu machen. Erreicht werden soll das nach dem Willen der Grünen mit der Ziel­stel­lung „Fifty-fifty“, d.h. 50% erneu­er­bare Ener­gien und 50% Ener­gie­ein­spa­rungen.

Eine gute, ausrei­chende Gesund­heits­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung im gesamten Kreis ist ein weiteres Anliegen, bei dem die neue Kreis­tags­frak­tion direkt bei dem bereits Ange­fan­genen anknüpfen wird. So sei drin­gend eine flächen­de­ckende Ist-Aufnahme aller Gesundheits­dienstleistungs­angebote mit dem Bedarf der Bevöl­ke­rung abzu­glei­chen. Daraus seien Maßnahmen zu entwi­ckeln. Dieses Grund­an­liegen war von allen Frak­tionen im letzten Kreistag bestä­tigt worden. Aller­dings lehnte man den Grünen die Einfüh­rung einer regio­nalen Gesundheits­konferenz ab, die genau diesen Zweck gehabt hätte. Nun werde man dieses Projekt in die kommu­nale Gesund­heits­kon­fe­renz einspeisen, gerne auch fraktions­übergreifend. Dann werde man sehen, wie ernst es allen mit der Siche­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung im Kreis sei. Dazu Frak­ti­ons­vor­sit­zende Simone Heitz, die nach Willen der neuen Frak­tion weiterhin dem Aufsichtsrat der Neckar-Oden­wald-Kliniken ange­hören soll: „Die Siche­rung unserer Kliniken, die Siche­rung der Gesamt­ver­sor­gung ist nur zu leisten, wenn wir genau wissen, was wir haben, was wir möchten, welche Ziele anzu­streben sind – alles andere ist Blind­flug.“

(Artikel von Chris­tine Denz)

veröffentlicht am 04.06.2014 mit den Schlagwörtern ,