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14Aug

Schneidewind-Hartnagel ab November im Bundestag

Seit ges­tern ist es sicher – der länd­liche Nord­osten Baden-Würt­tem­bergs bekommt wieder eine grüne Stimme im Deut­schen Bun­destag. Die Eber­ba­cherin Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel, die bei der letzten Bun­des­tags­wahl für den Wahl­kreis Oden­wald – Tauber kan­di­dierte und Platz 15 auf der Lan­des­liste ein­nahm, wird für die Frei­bur­gerin Kerstin And­reae nach­rü­cken, die in die Ener­gie­wirt­schaft wech­selt.

Von 1987 bis 1990 hatten die Grünen die Box­berger Bäuerin Dora Flinner in den Bun­destag nach Bonn ent­sandt. „Wir freuen uns riesig dar­über“, so Amelie Pfeiffer und Hans-Detlef Ott, die Spre­cher der Neckar-Oden­wald-Grünen, „dass unser Wahl­kreis nach einer 29 Jahre langen Durst­strecke end­lich wieder durch eine grüne Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete in Berlin ver­treten wird.“ Eine direkte Ansprech­part­nerin in der Bun­des­po­litik zu haben, sei für die Grünen im Land­kreis eine große Unter­stüt­zung.

Vor­stand und Kreis­tags­frak­tion ließen es sich nicht nehmen, Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel unver­züg­lich nach Bekannt­werden der Nach­richt per­sön­lich herz­lich zu ihrem künf­tigen Mandat zu gra­tu­lieren, das sie im November über­nehmen wird. „Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel geht es darum“, so die Frak­ti­ons­vor­sit­zende der grünen Kreis­tags­frak­tion Simone Heitz, „Natur und Klima kon­se­quent zu schützen, die Lebens­grund­lagen für uns Men­schen zu erhalten und die Schöp­fung zu bewahren.“ Ihr ginge es um den ver­träg­li­chen, aber kon­se­quenten Umbau hin zu einer res­sour­cen­scho­nenden Pro­duk­tions- und Lebens­weise, zu öko­lo­gi­scher Land­wirt­schaft, neuen Mobi­li­täts­kon­zepten und sozialer Gerech­tig­keit.

Amelie Pfeiffer ergänzte, dass die Region Oden­wald – Tauber, die von Hand­werk und Mit­tel­stand geprägt sei, deren Land­wirt­schaft von Fami­li­en­be­trieben bewirt­schaftet wird, sich aktuell als Bio-Mus­ter­re­gion auf den Weg gemacht habe. Eine Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete, die wisse, dass lokale Wirt­schaft und Land­wirt­schaft eng mit dem Tou­rismus ver­knüpft sei und gerade des­halb Chancen für nach­hal­tiges Han­deln biete, sei von höchster Bedeu­tung.

Hans Detlef Ott führte an, dass Char­lotte Schnei­de­wind- Hart­nagel die Gesund­heits­ein­rich­tungen im Neckar-Oden­wald-Kreis kenne, für wohn­ort­nahe Gesund­heits­ver­sor­gung kämpfe und ihr die wich­tigen Aus­bil­dungs­stand­orte, die Duale Hoch­schule und vieles mehr, was der NOK zu bieten habe, am Herzen lägen. Sie wisse um den Wert des Mit­tel­stands, um die Hidden Cham­pions, ergänzten die anwe­senden Grünen von Aglas­ter­hausen bis Hard­heim, um fest­zu­stellen, dass diese span­nende Mischung beste Vor­aus­set­zungen für grüne Politik biete, die nach­hal­tige Zukunfts­chancen und Lebens­qua­lität für alle Genera­tionen im Blick habe. Die desi­gnierte Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete bekräf­tigte: „In einer intakten Umwelt gut und sicher leben und arbeiten, das für alle Men­schen mög­lich zu machen, dafür will ich Politik machen, damit in der Region Oden­wald – Tauber gleich­wer­tige Lebens­ver­hält­nisse garan­tiert bleiben und auch zukünftig viel­fäl­tige Lebens­ent­würfe mög­lich sind!“

Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel ist Vor­sit­zende des Lan­des­frau­en­rats Baden-Würt­tem­berg, der kürz­lich sein 50-jäh­riges Bestehen und 100 Jahre Frau­en­wahl­recht fei­erte. Momentan beginnt die Suche nach einem geeig­neten Wahl­kreis­büro. Nach Über­nahme des Man­dats steht sie den Bür­ge­rinnen und Bür­gern als Ansprech­part­nerin im Wahl­kreis Oden­wald – Tauber zur Ver­fü­gung.

veröffentlicht am 14.08.2019