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12Jun

Wahlerfolg beflügelt auch im „schwarzen Odenwald“

Grüne sehen sich als ein­deu­tige Wahl­sieger – Kreis­vor­stand heißt neue Mandatsträger*innen will­kommen

„Auch wenn der Neckar-Oden­wald-Kreis nicht die grünste Region des Landes ist, sind die Grünen auch hier der klare Wahl­sieger“, bemerkte Mos­bachs jüngste Stadt­rätin Emily Nau auf der jüngsten Vor­stands­sit­zung der Kreis-Grünen. Denn zum ersten Mal seien alle sieben Kreis­tags-Wahl­kreise grün reprä­sen­tiert, das Euro­pa­wahl­er­gebnis sei mehr als ver­dop­pelt. „Doch wie soll nun die Zukunft gestaltet und wir der auf­ge­tra­genen Ver­ant­wor­tung gerecht werden?“ Diese Frage stellten nicht nur die Man­dats­träger der Grünen Jugend – Timo Rie­dinger (Kreis- und Gemein­derat Mos­bach), Arno Meuter (Gemein­derat Aglas­ter­hausen), Lena-Marie Dold (Gemein­de­rätin Elztal) und Emily Nau (Gemein­de­rätin Mos­bach) – in den Mit­tel­punkt des Tref­fens des Kreis­vor­stands von Bündnis 90/Die Grünen mit neu gewählten Kreis- und Gemeinderät*innen. Die Vor­stands­spre­cher Hans-Detlef Ott und Amelie Pfeiffer freuten sich über den rekord­ver­däch­tigen Zulauf und eine enga­gierte Dis­kus­sion, um den Wahl­kampf und die Wahl­er­geb­nisse zu ana­ly­sieren.

Gra­tu­liert wurde zunächst den Mit­glie­dern der neuen Kreis­tags­frak­tion Andrea Schulz (Wall­dürn), Daniel Moder­sohn (Adels­heim), Anton Fleisch­mann (Mudau), Timo Rie­dinger (Mos­bach), der wie­der­ge­wählten Frak­ti­ons­vor­sit­zenden und Stim­men­kö­nigin Simone Heitz (Aglas­ter­hausen, 2999 Stimmen), Amelie Pfeiffer (Buchen) sowie Gabi Metzger (Elztal), die 1984 als erste Grüne in das Kreis­par­la­ment einzog und nun zum 8. Mal gewählt wurde. Glei­cher­maßen den anwe­senden neu- und wie­der­ge­wählten Gemeinderät*innen, die in Aglas­ter­hausen, Buchen, Elztal, Haß­mers­heim, Lim­bach, Mos­bach und Schwarzach für grüne Ver­an­ke­rung sorgen.

In einer auf­ge­la­denen, teil­weise eupho­ri­schen Stim­mung, die aktuell in vielen grünen Seelen herrscht, nahm der Gedan­ken­aus­tausch dann rasant Fahrt auf. Nachdem man die Erfah­rungen der letzten Jahre Revue pas­sieren ließ, was die enorme Ent­wick­lung vor Augen führte, wurden sei­tens der erst­mals Gewählten zukunfts­ge­rich­tete neue Ideen, fri­sche Moti­va­tion und eine gute Por­tion Vor­freude in den Raum geworfen.

In der Rück­schau wurde der Wahl­kampf kri­tisch unter die Lumpe genommen, den hel­fenden Händen gedankt und selbst­kri­tisch Ver­bes­se­rungs­mög­lich­keiten benannt. Das ein­ver­nehm­liche Resümee der Reflek­tion sah den Wahl­er­folg basie­rend auf dem Ver­trauen der Wähler*innen, die der Grünen Partei zutrauten, der Ver­ant­wor­tung für die Zukunft sowohl lokal wie euro­pa­weit gewachsen zu sein, und der Ein­schät­zung, dass die unab­weis­baren Pro­bleme – ins­be­son­dere des Klima- und Arten­schutzes – kein „weiter so“ erlaubten. Um dem Ver­trauen der Men­schen gerecht zu werden, wolle man die Akti­vi­täten deut­lich ver­stärken und neue Kräfte ein­be­ziehen, damit end­lich auch im gesamten Kreis etwas vor­wärts gehe! „Wir haben nur eine kurze Zeit­spanne, um beim Kli­ma­wandel das Schlimmste zu ver­hin­dern und die Mög­lich­keiten aus­zu­schöpfen, dies müssen wir angehen“, bekräf­tigte Frak­ti­ons­vor­sit­zende Simone Heitz.

Beflü­gelt vom Wahl­zu­spruch und den Pro­gnosen wurden auch idea­lis­ti­sche Ziele for­mu­liert, auf die man mit neuer Moti­va­tion und Kraft zusteuern will. Als kon­krete nächste Schritte sind der Aufbau der Grünen Jugend, ver­mehrte medial-digi­tale und per­sön­liche Prä­senz und ver­stärkte Zusam­men­ar­beit der Frak­tionen und Mandatsträger*innen ver­ab­redet, inhalt­lich soll beson­deres Augen­merk auf die Stär­kung der Bürger*innenpartizipation gelegt werden. Mit Taten­drang und Opti­mismus wolle man die Moti­va­tion der gesamten Partei hoch halten und gespeist aus der Erfah­rung der Alt­ein­ge­ses­senen, dem fri­schem Wind der Neu­ge­wählten und dem Rücken­wind aus der Gesell­schaft Schritte zu nach­hal­tiger Ver­än­de­rung bewirken.

„Grund­sätz­lich“, resü­mierte Emily Nau ihre erste Vor­stands­sit­zung, „hat das Treffen sowohl das Bewusst­sein für die Ver­gan­gen­heit wie auch die Zukunft gestärkt und konnte Über­blick und Per­spek­tive bieten, die zuver­sicht­lich stimmt.“

veröffentlicht am 12.06.2019