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04Jun

Verzerrung durch CDU statt durch Auszählung

Leser­brief zum Bericht über CDU-Frak­ti­ons­sit­zung

Wie schon bei der Wahl vor fünf Jahren schiebt die CDU die Schuld an ihrem schlechten Abschneiden dem Aus­zähl­ver­fahren zu.

Im genannten Wahl­kreis VI sind 7 Sitze zu ver­geben. Die pro­zen­tualen Stimm­an­teile ergäben Sitz­an­teile von CDU 2,1 – FW 1,5 – SPD 1,4 – Grüne 1,1 – AfD 0,5 – FDP 0,4, das Aus­zähl­ver­fahren ergab CDU 2 – FW 2 – SPD 1 – Grüne 1 – AfD 1 – FDP 0.

Die Behaup­tung von Herrn Neser, der Wäh­ler­willen würde ver­zerrt, ist offen­sicht­lich falsch, eine gerech­tere Sitz­ver­tei­lung ist nicht mög­lich.

Mit irre­füh­renden Zah­len­spielen und wider bes­seres Wissen beschä­digt die Kreis­tags­frak­tion der CDU damit das Ver­trauen in unser demo­kra­ti­sches Wahl­system.

Übri­gens führte die CDU selbst das Aus­zähl­ver­fahren 2006 für Land­tags­wahlen ein. Grund damals: Wäh­rend das alte Ver­fahren große Par­teien bevor­zugte, führt das neue zu einer aus­ge­wo­genen Abbil­dung des Wäh­ler­wil­lens.

Hans-Detlef Ott

Vor­stands­spre­cher
Bündnis 90/Die Grünen, Kreis­ver­band Neckar-Oden­wald

veröffentlicht am 04.06.2019