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17Okt

Alles bleibt beim unbefriedigenden Alten

Zwi­schen­be­richt zum Stand der Dinge „Aus­schrei­bung der Stelle der Gleich­stel­lungs­be­auf­tragten im NOK“

Am Anfang stand der gemein­same Antrag aller neun in den Kreistag gewählten Frauen, näm­lich die Stelle der Gleich­stel­lungs­be­auf­tragten öffent­lich aus­zu­schreiben und die bis­he­rige Halb­tags­stelle auf eine volle auf­zu­sto­cken. Die bis­he­rige Stel­len­in­ha­berin, Frau Adel­heid Knoll, geht Ende des Jahres in den Ruhe­stand. Das ist schon eine kleine Sen­sa­tion, dass sich alle Kreis­rä­tinnen aus­drück­lich zusam­men­schließen, gleich wel­cher Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit. Das zeigt, dass sie die gemein­same Sache über die poli­ti­sche Farbe stellen – dieses Bei­spiel sollte ange­sichts der großen gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­rungen Schule machen und an gute Bei­spiele anknüpfen, in denen Soli­da­rität etwas bewegt!

Unser gemein­samer Antrag wurde in der öffent­li­chen Sit­zung des Aus­schusses „Ver­wal­tung und Finanzen“ am 10. 10. 2012 behan­delt. Unsere Ver­tre­terin Gabi Metzger und Heide Loch­mann von der SPD haben klug und über­zeu­gend argu­men­tiert, konnten ange­sichts der Macht­ver­hält­nisse leider nur wenig errei­chen. Doro­thee Roos und ich haben als Zuhö­re­rinnen den Ver­lauf ver­folgt. Ergebnis der ein­stün­digen Dis­kus­sion war, dass wir Kreis­rä­tinnen unsere inhalt­li­chen Vor­stel­lungen zum Stel­len­profil ein­bringen können, was wir der­zeit gemein­schaft­lich tun. Das ist erst mal ein mageres Ergebnis – alles bleibt beim unbe­frie­di­genden Alten. Aber wir bleiben dran, alle Neune! – ver­spro­chen! Nach­lesen kann man den Ver­lauf der Sit­zung in dem Bericht des Land­rats­amtes auf der Web­seite (http://www.neckar-odenwald-kreis.de/Aktuelle+Themen/Neuigkeiten/Ausschuss+f%C3%BCr+Verwaltung+und+Finanzen.html); dieser war auch sehr schnell in der Presse, sonst legt das Land­ratsamt ein lang­sa­meres Tempo vor.

Zu guter Letzt die Ver­tei­lung der Sitze auf weiblich/männlich inner­halb der Frak­tionen. Die CDU schlägt alle Rekorde mit einer Kreis­rätin im Kreis von 21 Kreis­räten; die SPD steht etwas besser da, näm­lich 4 zu 9; die Freien Wähler bieten ein Fei­gen­blatt auf unter neun Kreis­räten; ach ja, die FDP – aber die hat ohnehin nur einen Abge­sandten. Die grüne Kreis­tags­frak­tion ist ein­same Spitze – 100% weib­lich.

(Artikel von Chris­tine Denz)

veröffentlicht am 17.10.2012 mit den Schlagwörtern