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08Jun

Den Helfern helfen

Grüner Antrag zur Betreuung von Ehren­amt­li­chen der Flücht­lings­hilfe

Flücht­linge gut zu emp­fangen und zu betreuen ist eine staat­liche Auf­gabe, die aller­dings ohne die Mit­hilfe von Ehren­amt­li­chen kaum zu bewäl­tigen ist. Diese Erfah­rungen machen der­zeit landauf, landab die Behörden, aber auch die Zivil­ge­sell­schaft. Dabei ent­wi­ckeln die Bür­ge­rInnen häufig sehr viel Krea­ti­vität, von man­chen guten Ideen liest man in der Zei­tung.

Umge­kehrt reicht guter Wille allein nicht, es bedarf der Koor­di­na­tion, Ver­net­zung, Betreuung und auch Super­vi­sion der Ehren­amt­li­chen, damit deren Enga­ge­ment nicht ins Leere läuft und letzt­lich in Frus­tra­tion endet. Beson­ders wichtig ist auch die Benen­nung von behörd­li­chen Ansprech­part­nern in schwie­rigen Situa­tionen. Die grüne Kreis­tags­frak­tion im Neckar-Oden­wald-Kreis hat auf ihrer letzten Frak­ti­ons­sit­zung beschlossen, hierzu einen Antrag zu stellen. Er bezieht sich vor allem darauf, nicht selber das Rad neu erfinden zu wollen, son­dern zu schauen, wie andere Kreise diese Auf­gabe lösen. Dabei ist die Frage der Betreuung der Ehren­amt­li­chen eng mit dem Betreu­ungs- und Inte­gra­ti­ons­kon­zept von Flücht­lingen ins­ge­samt ver­knüpft.

„Den Hel­fern helfen“ – unter diesem Stich­wort haben einige Land­kreise bereits Koor­di­na­ti­ons­stellen geschaffen, die solche Auf­gaben wahr­nehmen. Die Frak­ti­ons­vor­sit­zende Simone Heitz weist im Antrag der grünen Frak­tion auch darauf hin, dass das Land Baden-Würt­tem­berg ein För­der­pro­gramm zur Unter­stüt­zung von „lokalen Bünd­nissen der Flücht­lings­hilfe“ auf­ge­legt habe. Mög­li­cher­weise könne hiervon auch der Neckar-Oden­wald-Kreis pro­fi­tieren.

veröffentlicht am 08.06.2015 mit den Schlagwörtern