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10Mrz

Frauengerechte Politik statt Sonntagsreden – auch im Landkreis – Charlotte Schneidewind-Hartnagel

Anläss­lich des Welt­frau­en­tags 2020 am 8. März hat die Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel gefor­dert, die Bedürf­nisse von Frauen bei poli­ti­schen Ent­schei­dungen in den Mit­tel­punkt zu rücken. „Wir werden auch dieses Jahr wieder viele schöne Sonn­tags­reden hören, ohne dass daraus eine frau­en­ge­rechte poli­ti­sche Praxis abge­leitet wird“, erklärte Schnei­de­wind-Hart­nagel.

Als Bei­spiel führte die grüne Abge­ord­nete die Anfang März im Neckar-Oden­wald besie­gelte Schlie­ßung der Gynä­ko­logie- und Geburts­hil­fe­sta­tion in Mos­bach an. „Schwan­geren drohen weite Wege oder sogar Geburten im Auto oder im Ret­tungs­wagen. Das ist eine klare Absage an eine gleich­wer­tige Gesund­heits­ver­sor­gung im länd­li­chen Raum zu Lasten der Frauen – über­wie­gend von Män­nern beschlossen, die sich für eine ver­meint­lich kos­ten­spa­rende Lösung feiern.“

Die Ent­schei­dung zu Mos­bach stehe im Wider­spruch zu den Inter­essen aller Frauen im Neckar-Oden­wald-Kreis. „Trotz aller Not­wen­dig­keiten, Kosten zu redu­zieren, kann es nicht sein, dass der Kreis bei der Gesund­heits­ver­sor­gung als erstes bei der Frau­en­gesund­heit spart“, sagte Schnei­de­wind-Hart­nagel. „Wir müssen end­lich zu einer frau­en­freund­li­chen Politik kommen.“

101 Jahre nach Ein­füh­rung des Frau­en­wahl­rechts in Deutsch­land sei es an der Zeit, andere Rechte ein­zu­for­dern. „Ob Parität im Par­la­ment, die Strei­chung von §219a oder glei­cher Lohn für gleiche Arbeit – das sind Rechte, die Frauen zustehen“, so Schnei­de­wind-Hart­nagel. „Leider ist noch nichts davon so selbst­ver­ständ­lich, wie es sein sollte, auch nicht auf lokaler Ebene, wie der Fall Mos­bach zeigt.“

veröffentlicht am 10.03.2020