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06Mrz

Keine Toleranz für Intoleranz – Charlotte Schneidewind-Hartnagel

Einen Tag nach der Trau­er­feier hat der Bun­destag am heu­tigen Don­nerstag der Opfer des rechts­ex­tremen Anschlags von Hanau gedacht. Zu Recht stellte Par­la­ments­prä­si­dent Wolf­gang Schäuble fest, der Staat müsse sich ein­ge­stehen, die rechts­ex­tre­mis­ti­sche Gefahr zu lange unter­schätzt zu haben.

Dazu gehört auch anzu­er­kennen, dass rechte Grup­pie­rungen wie die AfD mit Worten den Boden für solche abscheu­li­chen Taten bereiten. Dass Bun­des­prä­si­dent a.D. Joa­chim Gauck am ver­gan­genen Wochen­ende eine „erwei­terte Tole­ranz“ aus­ge­rechnet gegen­über rechts gefor­dert hat, ist ver­stö­rend. (Ein Bericht über Gaucks Aus­sagen findet sich z.B. hier: https://www.tagesspiegel.de/politik/umgang-mit-der-afd-gauck-fordert-erweiterte-toleranz-gegenueber-rechts/25596814.html)

Tole­ranz für Into­le­ranz kann unserer freien, demo­kra­ti­schen und offenen Gesell­schaft nur schaden. Des­halb habe ich Herrn Gauck in einem offenen Brief Fragen gestellt – und ich hoffe, er wird sich die Mühe machen, sie zu beant­worten.

Den Brief stelle ich hier als PDF bereit.

Offener Brief an Gauck

 

Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel
veröffentlicht am 06.03.2020