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03Jun

Leserbrief: Wählerwillen in Buchen sehr wohl abgebildet

Leser­brief zum Bericht
Kandi­daten-Band war ein Höhe­punkt

Die CDU Buchen behauptet, das von der grün-roten Landes­re­gie­rung einge­führte neue Auszähl­ver­fahren würde kleine Parteien bevor­zugen und sie benach­tei­ligen. Rechnet man jedoch die Stimm­an­teile direkt auf die 32 Sitze des Gemein­de­rats um, so ergäbe sich die Vertei­lung CDU 19,1 – FW 7,9 – SPD 4,4 – BIGMUEG 0,6. Das neue Auszähl­ver­fahren ergab: CDU 19 – FW 8 – SPD 4 – BIGMUEG 1. Es ergeben sich also weder Vor- noch Nach­teile für die einzelnen Parteien.

Die CDU bemän­gelt zugleich die unter­schied­li­chen Stim­men­an­zahlen der gewählten Kandi­da­tInnen. Dies ist jedoch unum­gäng­lich, am Ende muss der Gemein­derat bekannt­lich das Gesamt­ergebnis der Listen abbilden. Glei­ches gilt übri­gens auch für die Sitz­ver­tei­lung im Kreisrat, auch dort führen die Zahlen­spiele der CDU bezüg­lich des Wahl­kreises Buchen in die Irre. Das alte Verfahren hatte 2009 die CDU begüns­tigt, sie erhielt 22 Sitze, obwohl ihr Stimm­an­teil nur 21,0 Sitzen entsprach.

Zudem hat die schwarz-gelbe Landes­re­gie­rung 2006 dieses neue Auszähl­ver­fahren für Land­tags­wahlen einge­führt mit der Begrün­dung, es würde den Wähler­willen genauer abbilden und das alte Verfahren hätte große Parteien begüns­tigt. Kurzum, die CDU Buchen sollte mit der Sitz­ver­tei­lung zufrieden sein, da diese sehr wohl den Wähler­willen der Buchener Wähler abbildet.

Ralf Kurasch, Buchen

veröffentlicht am 03.06.2014 mit den Schlagwörtern