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17Okt

Praxiserfahren in Flüchtlingsfragen

Grüne unter­stützen Inte­gra­tion – Kreis­vor­stand tagte

Alle gesell­schaft­li­chen Kräfte sind der­zeit mit der Flücht­lings­un­ter­brin­gung beschäf­tigt. Auch die Grünen im Neckar-Oden­wald-Kreis haben in ihrer jüngsten Vor­stands­sit­zung zu dieser Pro­ble­matik dis­ku­tiert und greifen sie in einigen Ver­an­stal­tungen auf. Viele ihrer Mit­glieder sind seit langem und intensiv in der Flücht­lings­hilfe enga­giert und orga­ni­siert. Aktuell sind Hel­fer­kreise wie etwa der seit 14 Monaten bestehende Mos­ba­cher Arbeits­kreis Asyl gefragte Ansprech­partner, wenn es darum geht, Hilfe ganz prak­tisch zu leisten. Die Mos­ba­cher „Mahn­wache für Frau­en­rechte welt­weit“ und der ört­liche Asyl-Arbeits­kreis unter­stützen die Kreis­grünen bei einem Früh­stücks­ge­spräch mit Ger­linde Kret­sch­mann im November: Bei dem Thema „Frauen auf und nach der Flucht“ steht der huma­ni­täre Aspekt von Migra­tion im Fokus.

Am kom­menden Montag lädt Char­lotte Schnei­de­wind-Hart­nagel, Betreu­ungs­ab­ge­ord­nete des Kreis­ver­bands Neckar-Oden­wald, zusammen mit ihrem Land­tags­kollegen Uli Sckerl haupt- und ehren­amt­lich mit der Flücht­lings­unter­bringung befasste Men­schen in die Bedarfs­erst­auf­nahme­ein­richtung (BEA) in der ehe­ma­ligen Hard­heimer Carl-Schurz-Kaserne zu Gesprä­chen ein. „Wir Grünen aus dem Land­kreis haben großes Inter­esse daran, dass die Betreuung der Men­schen, die in der BEA Hilfe suchen, gelingt. Damit unsere Abge­ord­neten im Land die rich­tigen Ent­schei­dungen vor­an­bringen können, müssen sie die Ver­hält­nisse vor Ort, die Pro­bleme und die Bedürf­nisse kennen – auch die der Behörden, der Polizei sowie der vielen Ehren­amt­li­chen“, erklärt Vor­stands­spre­cher Hans-Detlef Ott. Auch wenn Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann am 12. November den Neckar-Oden­wald-Kreis besucht, wird ein Schwer­punkt seines Inter­esses auf dem Thema Flücht­lings­un­ter­brin­gung liegen. Es könne keine Rede davon sein, dass die baden-würt­tem­ber­gi­schen Städte sich bei der Zuwei­sung weg­du­cken, weist der Kreis­vor­stand Vor­würfe aus dem CDU-Lager zurück. In Stutt­gart werde die Beleg­zahl in bis­lang 81 Unter­künften bis Jah­res­ende auf 6500 steigen, zeit­lich befristet richte die Lan­des­haupt­stadt ab Dezember eine Lan­des­erst­auf­nah­me­stelle ein. Wei­tere Erst­auf­nah­me­ein­rich­tungen kämen nach Mann­heim, Sig­ma­ringen (Win­fried Kret­sch­manns Heimat), Frei­burg (Grüner OB), Tübingen (Grüner OB), Vil­lingen-Schwen­ningen, Wert­heim und Schwä­bisch-Hall. Grün ver­wal­tete Städte seien also kei­nes­falls aus­ge­nommen, wenn es darum gehe, Ver­ant­wor­tung zu über­nehmen.

Auch andere Poli­tik­felder werden indes weiter beackert, zum Bei­spiel wird es beim Besuch von Alex­ander Bonde, Minister für länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz, in Adels­heim kom­mende Woche um die Wald­wirt­schaft gehen.

In der Frage „Bio­tonne für den Land­kreis“ legen die Grünen Kreis­rä­tInnen an der vom Land­kreis favo­ri­sierten rest­müll­freien Abfall­wirt­schaft mit Stör­stoff­samm­lung die­selbe Mess­latte an, wie bei der nach Kreis­lauf­wirt­schafts­ge­setz gebo­tenen Bio­tonne. „Fest steht, dass sie aus Gründen des Res­sour­cen­schutzes, zum Bei­spiel zur Phos­phat­rück­ge­win­nung, Vor­teile hat“, erläu­terte Kreis­rätin und Land­tags­kan­di­datin Simone Heitz.

Das Thema Bil­dung beleuchten die Kreis­grünen ohnehin weiter. „Da gehen wir aller­dings dif­fe­ren­zierter zu Werke als etwa die Obrig­heimer CDU. Der Vor­trag eines Real­schul­leh­rers über „sexu­elle Viel­falt“ ver­wei­gert sich der Rea­lität viel­fäl­tiger Men­schen und lehrt wei­terhin Dis­kri­mi­nie­rung“, fand Vor­stands­mit­glied Boris Cotar.

veröffentlicht am 17.10.2015 mit den Schlagwörtern