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18Apr

Wir kritisieren die Einsparungen bei Krankenhäusern

Die Schlie­ßung der Mos­ba­cher Geburts­sta­tion zum 19. April 2020 ist beschlos­sene Sache. Die defi­zi­tären Neckar-Oden­wald-Kreis-Kli­niken müssen Kosten sparen, Kom­munen und Land­kreis können für den wirt­schaft­li­chen Ver­lust nicht weiter auf­kommen. Natür­lich ver­su­chen jetzt manche den schwarzen Peter Landes-Sozi­al­mi­nister Manne Lucha zuzu­schieben, dessen Äuße­rung zur Schlie­ßung kleiner Ein­heiten aber gar nicht auf die Neckar-Oden­wald-Kli­niken bezogen ist. Es bleibt fest­zu­halten, dass die absicht­lich her­bei­ge­führte finan­zi­elle Unter­ver­sor­gung der Kli­niken das Ergebnis einer fehl­ge­lei­teten Gesund­heits­po­litik ist, die auf Bun­des­ebene von CDU und FDP ein­ge­fä­delt wurde. Die Namen der ver­ant­wort­li­chen Bun­des­mi­nister des letzten Jahr­zehnts lauten Rösler, Bahr, Gröhe und Spahn.

„Das Ziel von Kran­ken­häu­sern ist die Gesund­heits­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung, nicht Gewinn­ma­xi­mie­rung. Kran­ken­häuser sind keine Fabriken“, so Kreis­vor­sit­zender Andreas Klaffke. Die Gesund­heits­po­litik der Bun­des­re­gie­rung führe dazu, dass Gesund­heits­ein­rich­tungen trotz hoher Aus­las­tung nicht mehr ren­tabel sind. Kreis­vor­sit­zende Amelie Pfeiffer unter­stützt den Wider­stand gegen die Spar­maß­nahmen: „Wir werden uns wei­terhin für eine gute Grund­ver­sor­gung vor Ort stark machen. In der aktu­ellen Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig ist, dass alle Men­schen im Neckar-Oden­wald-Kreis einen schnellen Zugang zu einer qua­li­tativ hoch­wer­tigen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung haben. Ins­be­son­dere werden wir uns dafür ein­setzen, dass Frauen eine opti­mierte Beglei­tung wäh­rend der Schwan­ger­schaft und Geburt ermög­licht wird, trotz und gerade wegen der Schlie­ßung des Mos­ba­cher Kreiß­saals.“

veröffentlicht am 18.04.2020