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30Nov

„Fridays for Future“ erreichen das Bauland

In strö­mendem Regen nahmen fast 150 Men­schen am gest­rigen Freitag an der ersten „Fri­days for Future“- Demons­tra­tion in Adels­heim teil. Damit hat die inter­na­tio­nale Bewe­gung drei Tage vor dem Welt­kli­ma­gipfel in Madrid auch das Bau­land erreicht. Die über­wie­gende Zahl der Demonstrant*innen waren Schüler*innen des Ecken­berg-Gym­na­siums und der Martin von-Adels­heim-Schule, die gemeinsam in den Stadt­garten gelaufen waren, wo die Kund­ge­bung gegen 10:30 Uhr begann.

Vier externe Redner waren der Ein­la­dung gefolgt, zu den Teil­neh­menden zu spre­chen. Der 16-jäh­rige Philipp Hen­singer, beim Kli­ma­bündnis Neckar-Oden­wald und bei den Jusos aktiv, kri­ti­sierte Regie­rungs­ver­ant­wort­liche aller Par­teien massiv, ins­be­son­dere das Kli­ma­paket der Bun­des­re­gie­rung bezeich­nete er als völlig unzu­rei­chend und for­derte eine mas­sive För­de­rung rege­ne­ra­tiver Ener­gien. Klaus Brauch-Dylla vom Kreis­vor­stand der Grünen dankte den jungen Men­schen und sagte, ihrer von Greta Thun­berg aus­ge­lösten Bewe­gung sei es zu ver­danken, dass die poli­tisch Mäch­tigen den Erkennt­nissen der Wis­sen­schaft zum men­schen­ge­machten Kli­ma­wandel nun Bekennt­nisse folgen liesen, wie gerade im Euro­päi­schen Par­la­ment, das den „Kli­ma­not­stand“ aus­ge­rufen habe. Sie sollte nicht müde werden und ein­for­dern, dass den Worten auch die not-wen­digen Taten folgen.

Bür­ger­meister Wolfram Bern­hardt begrüßte hoch­er­freut das Enga­ge­ment der Jugend­li­chen, die eine not­wen­dige gesell­schaft­liche Betrach­tung vor­an­treiben würden. Er stellte die Wachs­tums­logik und ihre ver­meint­li­chen Sach­zwänge ins­ge­samt sowie den Wer mate­ri­ellen Besitzes zur kri­ti­schen Dis­kus­sion. Sein Plä­doyer lau­tete sinn­stif­tende Arbeit und mensch­li­ches Mit­ein­ander höher zu schätzen als Kon­sum­güter und Geld, dahin sollte die junge Genera­tion die Wei­chen stellen.

Pfarrer Kurt Wolf brachte eine Bot­schaft vom Himmel mit, die Anklage von Astro­naut Alex­ander Geerst über den rück­sichts­losen Umgang der Mäch­tigen mit der Erde, wie bei­spiels­weise auch bei der Regen­wald­ab­hol­zung zu sehen. Er legte Wert darauf, dass nicht ein­zelne Bevöl­ke­rungs­gruppen wie z.B. die Land­wirte Schuld­zu­wei­sungen aus­ge­setzt sein dürften, die not­wen­digen Ver­än­de­rungen müssten von allen Bür­ge­rinnen und Bür­gern geleistet und Schäden aus­ge­gli­chen werden.

Wie von den zufrie­denen Initiator*innen, Mit­glieder der SMV des Ecken­berg-Gym­na­siums, geplant waren um 12 Uhr wieder alle Schüler*innen im Unter­richt zurück.

Klaus Brauch-Dylla

veröffentlicht am 30.11.2019