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Artikel zum Thema Leserbrief

18Aug

Leserbrief: Versachlichung nötig

Die Wellen schlagen hoch beim Thema „Deponierung freigemessenen Betonmülls vom AKW Obrigheim auf der Deponie Sansenhecken in Buchen“. Nachdem 2017 im neuen Atomgesetz auf Bundesebene entschieden wurde, bundesweit auf den sofortigen Rückbau der AKWs zu setzen, gilt derzeit die gesetzliche Regelung, dass bestimmte Materialien nach den Erkenntnissen der von der Strahlenschutzkommission erstellten Strahlenschutzverordnung nach dem 10-Mikrosievert-Prinzip freigemessen werden. Ein Teil davon wird zur Deponierung freigemessen.

Unabhängig davon, dass wir dringend fordern, dass jegliche Erkenntnisse über Gefahren von Niedrigstrahlung unbedingt in der Bewertung der Strahlenschutzkommission berücksichtigt werden müssen, insbesondere nach den Vorwürfen der Landesärztekammer und des deutschen Ärztetages, gilt es aber doch vor allem, höchste Sorgfalt bei der anstehenden Deponierung des freigemessenen Betonmülls einzufordern.
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16Aug

Leserbrief: Grundsatzvereinbarung schafft Klarheit

Leserbrief zu „Keine Rechtsgrundlage für Anlieferung“

Landrat Brötel und AWN-Geschäftsführer Ginter behaupten, aus der Grundsatzvereinbarung ließe sich kein Recht auf Verbringung von freigemessenem Material aus dem KWO-Rückbau ableiten.

Dabei ist die Formulierung darin eindeutig: „T-Plus ist berechtigt, das Deponievolumen gemäß den jeweils geltenden Zulassungen der Deponie Sansenhecken bis zu einer Menge von 200.000 t zu nutzen. T-Plus ist insbesondere berechtigt, aber nicht verpflichtet, die bei dem Rückbau des Kernkraftwerkes Obrigheim anfallenden Materialien auf die Deponie Sansenhecken zu verbringen.“
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26Jul

Leserbrief: Eine Sache der Wissenschaft

Leserbrief zu Kreistag ist für Betonmüll nicht zuständig

Die Ärztekammern sind weder kompetent noch zuständig für die Einschätzung der Gefährdung durch Radioaktivität. Dies ist nicht das Fachgebiet der meisten Ärztevertreter. Dies ist Sache der Wissenschaft und nicht eines wohl teils politisch motivierten, schlichten Handhochhebens. Für die Einschätzung ist die Strahlenschutzkommission zuständig. Dort sitzen die fachkundigen Ärzte und Biologen, nämlich Wissenschaftler der Strahlenmedizin und -biologie. Was sonst soll Maßstab sein als der aktuelle Stand der Wissenschaft?
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15Jul

Leserbrief: Befindlichkeiten schlagen Fakten

Leserbrief zum RNZ-Artikel
Landrat Brötel verweigert die Deponierung in Buchen
(alternative Version)

Landrat Brötel bittet die AWN, die Annahme freigemessener Abfälle aus dem KWO abzulehnen, obwohl sie laut Gesetz dazu verpflichtet wäre. Erstaunlich wie der Jurist Brötel sich hier als Outlaw geriert. Nun da die Spätfolgen der vermeintlich billigen und sicheren Atomenergie offensichtlich werden, wird selbst der Landrat plötzlich zum Atomgegner?

Das ist unglaubwürdig. Denn er hatte – ebenso wie seine Partei und die Mehrheit der Bevölkerung – bei dem jahrzehntelangen Betrieb des KWOs keinerlei Bedenken, obwohl dieser für die Menschen im Landkreis um Welten riskanter war als die nun abgelehnte Deponierung.
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03Jun

Leserbrief: Gehört, negiert, jetzt pressiert’s

„Lokal und regional begrenzte Schlammmassen – Folge von Stärkest-Regenfällen und Versiegelung – teilweise noch verschärft durch derzeit fast nackte landwirtschaftlich genutzte Böden“, das sind einige der lange und sattsam bekannten Prognosen zu Folgen der Erderwärmung, die bereits heute eintreffen und Kommunen und Privatleute schwer schädigen. Vorbildlich die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaften und der Profis.

Wie lange wollen wir das so weiter machen? Wie lange warnen und Lösungen vorschlagen? Wie lange immer wieder Schäden beseitigen? Die Erderwärmung haben wir alle verursacht, die Folgen betreffen uns alle. Niemand, aber auch niemand kann sagen: „Das habe ich nicht gewollt!“ Bitte, dann fangen wir endlich wirksam an!

Christine Denz, Mosbach, 1. Juni 2016